Gauschützenfest
Gauschützenfest Bertoldshofen: Redner loben Engagement und sportliches Niveau

Den Verantwortlichen der «Schloßbergler» Bertoldshofen hätte ein etwas weniger spektakulärer Auftakt zum 50. Schützenfest im Sportschützengau Kaufbeuren-Marktoberdorf auch gereicht: Beim Zug der Ehrengäste, Schützen, Fahnenabordnungen und der Musikkapelle Bertoldshofen durchs Dorf krachten die Schüsse der Stöttener Böllerschützen mit dem Donner des aufziehenden Gewitters um die Wette. Die Teilnehmer schafften es gerade rechtzeitig zum Festakt in die Turnhalle.

Landrat Johann Fleschhut zeigte sich zerknirscht, dass er seine Aufgabe als Schirmherr des Schützenfestes noch nicht optimal ausfüllen konnte: << Wenn das Wetter schön war, dann wars der Herrgott, wenn es regnet, dann war es der Schirmherr. >> Er erinnerte daran, dass im Gründungsjahr der << Schloßbergler >> vor 125 Jahren auch das Automobil erfunden wurde. Genauso wie die Mobilität sei auch die Technik im Schützenwesen vorangeschritten. Doch Kameradschaft, sportlicher Wettkampf und der verantwortungsvolle Umgang mit Waffen seien die gleichen geblieben. << Diese Idee ist stärker als alle Zwistigkeiten und Anfechtungen >>, so der Landrat.

Tradition und neue Wege

Dass auch die Bertoldshofener Schützen in ihrer Geschichte nicht von Streitereien und Querelen verschont geblieben sind, machte Michael Brugger bei seinem humorvollen wie persönlichen Blick in die Chronik des Vereins deutlich.

Laut Erstem Schützenmeister Herbert Kelz pflegen die << Schloßbergler >> einerseits die Tradition und gingen andererseits neue Wege. Deshalb habe der relativ kleine Schützenverein mit Unterstützung des gesamten Dorfes die Herausforderung der Ausrichtung des Gauschützenfestes angenommen.

Gute Tugenden

Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer schätzte neben den Aktivitäten der Schützen und ihrer Jugendarbeit vor allem ihre Tugend, Ruhe zu bewahren. Dies sei in hektischen Zeiten eine überaus positive Eigenschaft.

<< Kameradschaft und Teamgeist >> vermittelten die << Schloßbergler >> generationenübergreifend, lobte die CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer. Dafür könnten die ehrenamtlich Engagierten mit einem großen Rückhalt im Landtag rechnen. Auch ihr Kollege Bernhard Pohl (Freie Wähler) sagte seinen Einsatz im Parlament zu, damit << Werte nicht durch politische Korrektheit >> und übermäßige Vorschriften beeinträchtigt werden. << Sie tragen dazu bei, dass Menschen hier Heimat finden >>, lobte er. Mit einem Luftgewehr als Geschenk war Michael Weiß, Geschäftsführer des Bierlieferanten Meckatzer Löwenbräu, gekommen.

Ein Gegengewicht zu den zum Teil sehr politischen Reden bildete das Grußwort von Gauschützenmeister Richard Sirch. Er würdigte das große Engagement und das hohe sportliche Niveau der << Schloßbergler >> unter ihrem sehr rührigen Schützenmeister. Einzig die Zahl von 1279 Teilnehmern am Gauschießen bei gut 7400 Mitgliedern im Gau habe ihn etwas enttäuscht.

Nachdem auch Norbert Fichtl, Vorsitzender des TSV Bertoldshofen, im Namen der örtlichen Vereine und Armin Schreyer, Schützenmeister des Patenvereins SG Stötten, gratuliert hatten, war das Unwetter endgültig abgeklungen. So konnte das Gaubanner doch im Freien aufgezogen werden. Der Ausrichter des vorigen Festes, die FSG Römerturm Aufkirch, war zahlreich gekommen, um die Fahne des Schützengaus sowie eine Schützenscheibe zu übergeben.

Das Festprogramm im Zelt am Sportplatz startet am Donnerstag, 1. Juli, mit einem Auftritt der Musikkabarettisten << Da Huawa, da Meier & I >>. Karten im Vorverkauf gibt es in den Servicecentern der Allgäuer Zeitung.

www.gauschiessen-bertoldshofen.de

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