Jahresversammlung
Gapp führt künftig Fraktion und Ortsverband der CSU

Eduard Gapp (57) hat künftig die beiden wichtigsten Posten in der Marktoberdorfer CSU in Personalunion inne: Bei der Jahresversammlung wurde er einstimmig als Ortsvorsitzender bestätigt. Zudem erklärte Markus Singer (40), dass er den Vorsitz der Stadtratfraktion an Gapp abgebe. Singer verkündete ferner die CSU-Linie zur Grundschulentscheidung heute im Stadtrat: Die Fraktion wolle für den zweizügigen Neubau der Martinsschule im Zentrum stimmen, dies dürfte die Erweiterung der Adalbert-Stifter-Schule nach sich ziehen.

Gleichzeitig mit dem Verzicht auf den Fraktionsvorsitz aus «persönlichen Gründen» zog sich Singer als einer von drei Stellvertretern aus dem Ortsvorstand zurück. Die beiden weiteren bisherigen Stellvertreter, Ulrike Sigfrid und Hans-Peter Winterhalder wurden mit je 28 von 29 Stimmen bestätigt. Singer sagte, den Rückzug habe er seit längerem angepeilt. Nach seiner Bürgermeister-Kandidatur 2008 sei es sein Ziel gewesen, die Neulinge im Stadtrat einzuarbeiten. Nun zur Halbzeit der Wahlperiode gebe er den Fraktionsvorsitz in «würdige Hände» ab. Singer bleibt Mitglied des Stadtrats.

Als wichtige Ziele in der Stadt nannte Singer die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten. Es müsse verhindert werden, dass Marktoberdorf, wie prognostiziert, schrumpft, während die Bevölkerung im Ostallgäu wächst. Singer erinnerte daran, dass die Kreisstadt der größte Zahler für die Kreisumlage sei. Dies müsse der Kreis berücksichtigen, wenn es um das Krankenhaus gehe.

Gapp warb für mehr Vielfalt in der Partei: Männer und Frauen, Junge und Alte, Einheimische und Zugewanderte sollen die Politik bereichern. Mit einem Frauenanteil von 20 Prozent stehe die örtliche CSU vergleichsweise gut da, es seien aber immer noch viel zu wenige. Denn Frauen brächten einen anderen Blick in die Politik.

Ein weiteres Problem ist das hohe Durchschnittsalter der 128 Mitglieder im Ortsverband von 63 Jahren: Nur acht Mitglieder sind jünger als 35; 38 Parteigänger sind zwischen 61 und 70 Jahre alt; 44 Mitglieder älter als 71. Man müsse alles tun, um die Struktur zu verjüngen.

Obwohl der Jahresbeitrag von 50 auf 62 Euro steigt, bleiben nur 11,66 Euro beim Ortsverband. Hinzu kämen nur wenige Spenden, so Gapp. Man solle aber bereits jetzt an bevorstehende Wahlkämpfe denken. Schatzmeister Werner Jahn berichtete, dass das Parteivermögen im vergangenen Jahr von 7744 auf 9686 Euro gewachsen ist. Neben den Mitgliedsbeiträgen waren die Zahlungen der Mandatsträger mit rund 2500 Euro eine wichtige Geldquelle.

Der Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke verwies darauf, wie schnell Deutschland aus der Krise gekommen sei. Sich für einen starken Euro zu engagieren, sei für eine Exportnation wie Deutschland sehr wichtig. Dies dürfe aber nicht bedeuten, dass andere Länder Schulden machen und Deutschland zahlt.

Geld für B12-Ausbau und B16 bei Stötten absehbar

Als Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete kritisierte Angelika Schorer, dass für die Grundsicherung mit den Landkreisen die falschen in die Pflicht genommen werden. Dies müsse der Bund zahlen. Die Regelungen für das Wohngeld belasten den Kreishaushalt mit mehreren 100000 Euro. Schorer rechnet in Bayern mit mehr Geld für den Straßenbau im zweistelligen Millionenbereich. Damit sollen auch der B12-Ausbau vorankommen und die B16 zwischen Rieder und Stötten erneuert werden. (

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