Marktoberdorf
Franz Hitzler und Stefan Moses im Künstlerhaus Marktoberdorf zu sehen

Das Künstlerhaus Marktoberdorf präsentiert Werke des Malers Franz Hitzler und des Fotografen Stefan Moses. Gezeigt wird vom Dienstag, 21. Januar bis 7. Mai 2017 eine Auswahl zuvor noch nie öffentlich gemachter Zeichnungen und Druckgrafiken sowie großformatiger Gemälde aus der umfangreichen Franz Hitzler-Sammlung des Museums.

Der Fotograf Stefan Moses ist mit zwei seiner viel beachteten Fotozyklen in der Ausstellung vertreten: 'Masken.

Die Metamorphosen der Künstler', darunter ein Porträt von Franz Hitzler sowie'Deutsche-West/ Deutsche-Ost', einer in den 60er Jahren begonnenen und über Jahrzehnte weitergeführten Serie, die Menschen verschiedenster Berufsgruppen in ganz Deutschland porträtiert.

Entstanden in Marktoberdorf und anderen Orten im Allgäu.

Franz Hitzler

Die Sammlung des Künstlerhauses Marktoberdorf verdeutlicht die Vielschichtigkeit des Werkes Franz Hitzlers , sowohl im künstlerischen Ausdruck als auch in den gewählten Techniken. Besonders die Papierarbeiten offenbaren eine eindrucksvolle Variation der künstlerischen Mittel.

Es besteht kaum ein Medium, welches sich der Künstler nicht zu Eigen gemacht hat. Grafit-, Kugelschreiber-, Tusche- und Farbstiftzeichnungen stehen kräftigen Kohle- und Kreidearbeiten gegenüber.

Das druckgrafische Werk besteht aus Holzschnitten, Lithografien, Monotypien und Radierungen. Hitzlers Werke sind stets expressiv und eindringlich, die Kompositionen kraftvoll und ausdrucksstark.

Stefan Moses

Das oben beschrieben Porträt ist Teil der Serie 'Masken. Die Metamorphosen der Künstler'. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg fotografiert Stefan Moses von 1959 bis 2003 bildende Künstler, Schauspieler, Filmemacher und Schriftsteller, wobei er jedem von ihnen dieselbe Aufgabe stellt: innerhalb von fünf Minuten eine Maske zu erfinden.

Franz Hitzler wickelt schwarze Schnüre um sein Gesicht, Katharina Grosse wählt eine Gasmaske, Christian Attersee einen Schoßhund. Pappteller, eigene Kunstwerke und Bettlaken werden zur Maskierung. Dabei verdecken und entblößen die Masken zugleich.

Zwar vermögen sie den Dargestellten vor den Blicken des Betrachters zu schützen, doch gewähren sie auch einen Einblick in dessen Persönlichkeit: Wie geht der Porträtierte mit seiner Rolle als Künstler um? Setzt er sich humorvoll, provozierend, ironisch oder ernsthaft in Szene?

Versteckt er sich hinter der Maskierung oder nutzt er sie zur Selbstpräsentation? Stefan Moses verweist auf die Wechselbeziehung von Schein und Realität, von äußerer und innerer Wahrheit, die das Spiel mit der Maske in sich trägt.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten im Muesum für zeitgenössische Kunst, Künstlerhaus Marktoberdorf: Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Kinder bis 12 Jahre zahlen keinen Eintritt.

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