Energiewende
Flaute bei der Windkraft: Nur noch vier neue Anlagen werden zurzeit im Allgäu gebaut

Im Juni erst hatte das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) seine zwei zehn Jahre alten Windkraftanlagen bei Wildpoldsried sprengen lassen. Sie wichen zwei neuen Windrädern, die höher und viermal effizienter sein werden. Deren Türme stehen zum Teil schon.

Neben den beiden neuen Anlagen in Wildpoldsried werden im Allgäu noch zwei Windräder in Waal (Ostallgäu) errichtet. Für sie wurden inzwischen die Fundamente geschaffen. Dass nicht mehr Anlagen gebaut werden, liegt vor allem an der H10-Regel, sagt AÜW-Prokurist Jürgen Herrmann. Diese rein bayerische Regel besagt: Die Entfernung eines Windrades zur nächsten Siedlung soll die Höhe des Mastes mal zehn betragen. Fällt die Entfernung geringer aus, müssen Gemeinderat oder Bürger in einem Bürgerentscheid ausdrücklich zustimmen.

Stefan Bosse, Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Allgäu und Oberbürgermeister von Kaufbeuren, bewertet die H10-Regel ebenfalls als einen Hemmschuh für Investoren. "Bürger können per Bürgerentscheid ein Projekt kippen, auch wenn ein Gemeinderat dafür ist." Weitere Probleme sind etwa Vorgaben des Naturschutzes, zuwenig Wind, wirtschaftliche Unwägbarkeiten und beispielsweise das Kemptener Funkfeuer.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung vom 26.09.2015.

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