Bau
Fernwärmenetz bald auch westlich der Bahnlinie

Von einer Baustelle in die andere, heißt es in Marktoberdorf. Betroffen davon ist auch die Johann-Georg-Fendt-Straße. Dort lässt die Fernwärmegenossenschaft neue Rohre verlegen. Sie sollen künftig dem Küchengerätehersteller Rösle einheizen. Laut Geschäftsführerin Angelika Reichelt stand der vor der Entscheidung, in welcher Form er seine Heizung wieder auf Vordermann bringen will. Die Wahl sei auf die Fernwärme gefallen.

Für die Genossenschaft sei dies gleichsam ein Glücksfall. Zum einen erhält sie einen weiteren Großabnehmer, zum anderen kann sie früher als geplant ein Gebiet erschließen, das für die Erweiterung des Netzes noch gar nicht vorgesehen war. Denn Reichelt hofft, dass sich nach Rösle weitere Betriebe und Private anschließen. «Wir akquirieren derzeit neue Kunden», sagt sie.

Trasse möglichst verlängern

Die Chancen, die Trasse in Richtung Zeppelinstraße und Sudetenstraße zu verlängern, stünden ganz gut, sagt sie und verweist dabei auf die Energiepreise. Für Fernwärme seien die Kosten von April bis Oktober zwar um sieben Prozent gestiegen, für Heizöl allein von August bis Oktober jedoch um 18 Prozent. Und je mehr Großabnehmer zur Genossenschaft stießen, um so wirtschaftlicher sei es, auch Privathäuser anzubinden, sagt die Geschäftsführerin.

Am Netz hängen derzeit 85 Gebäude, allerdings beziehen noch nicht alle Fernwärme.

Gleichzeitig stellt sie immer häufiger bei Firmen ein Interesse an Fernwärme fest. «Sie wollen etwas für die Umwelt tun» und nutzten dazu die Wärme, die aus regionalen Hackschnitzel in der Futtertrocknungsanlage bei Geisenhofen erzeugt wird. Das Einsparen fossiler Energie und damit das Verringern des CO2-Ausstoßes sei schließlich gut fürs eigene Image.

120000 Euro investiert

Die Leitung für Rösle soll noch im Winter in Betrieb gehen. Angelika Reichelt rechnet mit Januar oder Februar. Denn es stehe momentan die Genehmigung der Bahn aus, unter der Bahnlinie eine Röhre durchpressen zu können. Bis die Gestattung vorliegt, sollen schon einmal die Vorarbeiten getätigt sein.

Insgesamt investiere die Genossenschaft in diese Maßnahme rund 120000 Euro. Allein die Pressung koste 20000 Euro.

Die Baustelle in der Johann-Georg-Fendt-Straße soll möglichst in der nächsten Woche wieder geschlossen werden. Danach gehe es an der Bahnhofstraße etwa in Höhe der Kemptener Straße weiter, wo die Versorgungsleitung ans bestehende Netz angeschlossen werden soll. Dazu müsse die Bahnhofstraße in diesem Bereich für etwa zwei Wochen halbseitig gesperrt werden. Die nächste Baustelle also.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen