Video-Reportage
Fasching ohne Krapfen? Unvorstellbar!

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Er ist rund, süß, lecker und ist aus der Faschingszeit nicht wegzudenken: der Faschingskrapfen. Am besten schmeckt er, wenn er frisch und nach traditionellem Rezept gebacken ist. Familie Hiemer, die das Café Hotel Greinwald in Marktoberdorf führt, zeigt, wie man einen solchen Faschingskrapfen macht.

Je näher die Faschingszeit rückt, umso mehr steigt die Nachfrage nach Krapfen. Zum Faschingshöhepunkt backen die Konditoren, Gesellen und Lehrlinge in der Backstube des Café Hiemer bis zu 1.200 Stück am Tag. Dennoch achtet der Inhaber Erich Hiemer darauf, dass die original Faschingskrapfen der Tradition gemäß nur in der Faschingzeit gebacken werden.

Deshalb beginnen sie erst dann mit der Krapfenproduktion, wenn der Zwetschgendatschi im Spätherbst saisonal bedingt nicht länger im Angebot ist. In dieser Zeit beschränkt sich die Menge an Krapfen auf eine Zahl von 50-60 Stück pro Tag. Über Weihnachten steht anderes Gebäck an erster Stelle, so dass die Krapfenbäcker erst kurz vor Silvester wieder das süße Fettgebäck herstellen.

Wenn der Faschingshöhepunkt kurz bevor steht, sind alle Angestellten in der Backstube gefragt. Per Hand stellen sie die Krapfen her. Hier verwendet niemand eine fertige Backmischung - vom ersten bis zum letzten Schritt entsteht das Gebäck nach einem alten Rezept und mit frischen Zutaten. Milch, Eier, Frischhefe, Zucker, Mehl, Butter, Salz, Vanille und Citron - mehr braucht es nicht, um einen traditionellen Faschingskrapfen zu backen.

Nachdem der Teig geknetet ist, muss er etwa 10 Minuten an einem warmen Ort gehen. Danach teilt man ihn in gleichmäßige Portionen, bringt ihn in eine runde Form, legt die einzelnen leicht flach gedrückten Teiglinge auf ein Tuch und lässt die Teigstücke weitere 10-15 Minuten gehen.

Anschließend erwärmt man Backfett. Bei einer Temperatur von 180 Grad Celsius garen die Krapfen innerhalb von fünf Minuten. In dieser Zeit darf man nicht vergessen, sie zu wenden. So erhalten sie eine gleichmäßige Bräune und den typischen weißen Rand. Zuletzt werden sie mit Aprikosen- oder Himbeer-/Johannisbeermarmelade gefüllt und mit Puderzucker bestäubt.

Auch wenn es in den letzten Jahren einen Trend zu ausgefallenen Krapfenfüllungen gibt, kommt bei den Kunden der traditionelle Krapfen mit der dunklen Marmelade immer noch am besten an. Auch Hiemer selbst lässt sich gerne einen solchen Krapfen schmecken: "Krapfen kann man immer essen, vor allem, wenn sie so frisch sind", sagt Hiemer und lacht.

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