Torstüble
Fahrbahn am Torstüble in Marktoberdorf wird auf 4,5 Meter verbreitert

«Ich würde dieses Kapitel heute gerne zum Abschluss bringen.» Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Werner Himmer im Stadtrat ein Dauerthema der vergangenen Monate ein: die Abbiegesituation an der Einmündung Meichelbeckstraße/Mühlsteig (B472) beim sogenannten Torstüble.

Letztlich führte die seit Herbst vergangenen Jahres erbittert geführte Diskussion um eine Fahrbahnverengung dazu, dass die Einmündung an der engsten Stelle von jetzt 3,83 Metern um 67 Zentimeter auf 4,5 Meter verbreitert werden soll. Die Stadträte akzeptierten, dass die Verengung vor allem dazu diene, Unfälle an der Fußgängerampel am Torstüble zu vermeiden.

Die Thematik sei nicht so, dass das Gremium stundenweise darüber diskutieren müsse, meinte Himmer eingangs. Er erklärte erneut, dass die Meichelbeckstraße von Süden kommend mit einem Provisorium verengt worden sei, um den Verkehr zu bremsen. Denn wenn die Autos zu schnell um die Kurve kommen, bestehe die Gefahr, dass eine rote Ampel übersehen werde und es zu Auffahrunfällen kommt.

Da sich die Kritik vor allem daran entzündet hatte, dass Linksabbieger bei einem Rückstau nicht mehr an den haltenden Autos vorbeifahren könnten, hatte Himmer mit dem Staatlichen Bauamt in Kempten eine Ausweitung der Fahrbahn auf 4,5 Meter ausgehandelt.

Die Stadträte beklagten, genau diese Begründung für die Verengung habe ihnen bisher gefehlt: Dem Gremium sei nicht bekannt gewesen, dass die Ampel der eigentliche Grund für die provisorisch enger gesetzten Randsteine sei. Man sei davon ausgegangen, dass es um eine neue Lenkung der Verkehrsströme geht.

<< Dadurch hat das Gremium auf der falschen Ebene diskutiert >>, meinte Markus Singer (CSU). Sein Fraktionschef Eduard Gapp beklagte: Das sei von der Verwaltung falsch kommuniziert worden, mit dem Kompromiss sei die CSU aber einverstanden.

Unfallgefahr schon 2010 als Grund angeführt

<< Stadtbaumeister Peter Münsch hat dies von Anfang an so dargestellt >>, erinnerte Clara Knestel (Grüne) daran, dass die Ampel schon immer als Grund angeführt worden war. In der Tat hieß es laut dem damaligen Zeitungsbericht bereits im September 2010 im Bauausschuss, die Verengung sei von der Polizei gefordert worden, damit Autos nicht zu flott in die Vorfahrtsstraße einfahren und damit brenzlige Situationen an der Ampel entstehen.

<< Jede Minute, die wir weiter diskutieren, ist zu wertvoll >>, beendete Bürgermeister Himmer die Debatte und ließ abstimmen. Nur Verkehrsreferent Franz Barnsteiner (FW) lehnte letztlich den Kompromiss ab.

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