Arbeitsmarkt
Erwerbslosenquote im März bei 3,0 Prozent

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Die Arbeitsmarktzahlen im mittleren Landkreis bewegen sich so langsam wieder auf Rekordniveau: Die Erwerbslosenquote von 3,0 Prozent bedeutet laut Agentur für Arbeit den besten März-Wert seit dem Jahr 2008. Insgesamt waren im März im Raum Marktoberdorf 766 Menschen arbeitslos, 52 weniger als im Vormonat und 254 weniger als im März des vergangenen Jahres. Damit steht der mittlere Landkreis im Vergleich mit den anderen Bezirken der Agentur für Arbeit Kempten weiterhin auf dem Spitzenrang.

Positive Signale

«Diese Quote ist durchaus beachtlich und zeigt, dass sich der positive Trend fortsetzt», sagt Erika Weber, Leiterin der Marktoberdorfer Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. Weber rechnet für die kommenden Monate mit einem weiteren Rückgang, vor allem wenn die sogenannten Außenberufe wieder einsteigen. Viele Betriebe haben laut Weber signalisiert, im April wieder richtig anzufangen. «Dann kommt auch wieder die Zwei vor dem Komma, da bin ich sicher», sagt Weber. Die meisten Erwerbslosen, die im März wieder eine Arbeit fanden, waren im Übrigen Männer zwischen 25 und 49 Jahren.

Von Stagnation keine Spur

Bei den offenen Stellen hat sich auf den ersten Blick nicht viel getan: Die Zahl sank leicht von 138 auf 136 im März. Doch wie so oft im Leben täuscht der erste Blick: «Es sieht so aus, als stagniere dieser Bereich, doch das Gegenteil ist der Fall», sagt Weber. Es sei «sehr viel Bewegung» drin und 136 sei auch eine «sehr gute Anzahl für den Bezirk», so Weber. Zu finden sind offene Stellen in nahezu allen Bereichen. «Die meisten sind mit sechs offenen Stellen im Pflegebereich zu finden. Das ist der Schwerpunkt», sagt Weber und unterstreicht damit die Vielfältigkeit des hiesigen Arbeitsmarktes.

Ein Wermutstropfen ist für Weber jedoch die offenbar geringe Bereitschaft der Arbeitgeber, ältere Menschen einzustellen: Gerade einmal vier Arbeitslose zwischen 50 und 65 Jahren fanden im März eine Arbeitsstelle. «Da würde ich mir mehr wünschen» appelliert Weber an die Betriebe.

Dass sich die Katastrophe in Japan auf die hiesige Wirtschaft stark auswirken könnte, glaubt Weber übrigens nicht.

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