Warnstreik Fendt
Erste Warnung bei Fendt - Rund 600 Mitarbeiter lassen Arbeit ruhen

Rund 600 Mitarbeiter legten gestern bei der Firma AGCO/Fendt in Marktoberdorf die Arbeit für eine Stunde nieder und traten mit Rufen, Hupen und Pfiffen zum Warnstreik an. Um höhere Löhne ging es, aber auch um mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei Leiharbeit sowie um die unbefristete Übernahme von Auszubildenden.

Viele Lehrlinge nahmen am Warnstreik vor dem Fendt-Firmengelände teil, trugen Transparente, schwenkten Fahnen, und applaudierten dem Hauptredner Dietmar Jansen, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Kempten.

Der ging nach der Begrüßung durch Personalratschefin Monika Hoffmann in seiner Ansprache auch auf ihre Interessen ein.

Mehr Geld, weniger Leiharbeit

Ein Auszubildender zeigt sich zwar skeptisch, ob die Forderung nach unbefristeter Übernahme durchgesetzt werden kann.

'Das wird eher nichts', glaubt er. Allerdings habe die Gewerkschaft auch schon durchgebracht, dass Auszubildende nach der Lehre ein Jahr übernommen werden. Ein erneuter Erfolg könnte also durchaus möglich sein.

'Die Firmen verdienen immer mehr, seit Jahren machen sie Milliardengewinne', meint ein Monteur, der seit zehn Jahren bei Fendt arbeitet. Die Arbeitnehmer jedoch kriegten nichts vom Gewinn. 'Andere Firmen zahlen, hier aber nicht.'

Die Leiharbeit prangerte Jansen als moderne Sklaverei an. Hier gehe es nicht darum, Auftragsspitzen abzufangen, sondern darum, die Stammbelegschaft auszutauschen.

Peter Schmidt von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Allgäu überbrachte solidarische Grüße und unterstützte Jensen, indem er Leiharbeit als 'menschenverachtend' bezeichnete.

Zuletzt forderte Jensen die Arbeitgeber auf: 'Schließt einen vernünftigen Vertrag mit der IG Metall ab, sonst werden wir Euch dazu zwingen.'

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