Rieder
Ersehnte Umgehungsstraße sorgt in Rieder für viel Diskussionsstoff

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Eine Umgehungsstraße – das wünschen sich die Bürger von Rieder sehnlichst. Denn die viel befahrene Bundesstraße 16 Marktoberdorf-Füssen führt direkt durch den Marktoberdorfer Ortsteil. Bei der Bürgerversammlung wurde das Thema erneut eingehend diskutiert. Wo die verschiedenen Varianten einer Ortsumgehung eventuell verlaufen könnten, war anhand einer Studie bereits im Februar im Bauausschuss des Stadtrates erläutert worden. Nun erfuhren es die Riederer noch einmal aus erster Hand. Und sie hatten zwei weitere Vorschläge zum Streckenverlauf, wie sie sich ihn vorstellen könnten.

Derzeit, so Stadtbaumeister Peter Münsch, gehe es in erster Linie darum, im Jahr 2015 die Umgehungsstraße in den Bedarfsplan für den Bundesstraßenbau hineinzubringen. Vor Ort müsse miteinander gesprochen werden, ob der nötige Grund überhaupt von den Eigentümern veräußert würde.

Grundstücksfrage müsste in zwei Jahren geklärt sein

'Wenn die Grundstücksfrage bis Mitte 2014 nicht geklärt sein sollte, haben wir kaum Chancen, in den vordringlichen Bedarf reinzukommen', meinte Münsch. Mit der Studie, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte, sei lediglich eine Diskussionsgrundlage geschaffen worden. Bis Mitte 2014 sollte man der Lösung näher sein.

Er finde, dass Grundstückseigentümer, wie Landwirte, da unter Druck gesetzt würden, meinte Christian Gedler. Die könnten am Ende der Buhmann im Dorf sein. Noch wisse man gar nicht, welche Trasse in Frage käme, aber bis 2014 solle man schon Zusagen machen, ob man Grund abgebe. Er fände es besser, erst die Trasse festzulegen, und dann zu verhandeln.

'Druck ausüben ist kein fairer Weg', meinte auch Konrad Gregori, der auch wissen wollte, ob in die vorläufige Kostenrechnung auch die Ausgleichsflächen schon einbezogen worden seien. Dies wurde verneint, weil es sich bei den Varianten nur um eine Studie, nicht um einen Plan handle, wie Bürgermeister Werner Himmer erläuterte. Die Stadt, so Münsch, übe keinen Druck auf die Landwirte aus. Die Bürger von Rieder wünschten die Umgehung. 'Wir zeigen nur den Rahmen auf, dem Ziel näherzukommen.'

Ergänzend zu den Varianten in der Studie schlug der Riederer Josef Fichtel vor, die Variante 'Nordumfahrung' auf einem bereits bestehenden Weg Richtung Bertoldshofen zu verlängern und so die B 16 an die B 472 anzubinden. Auch andere Bürger wie Josef Endraß unterstützten diese Idee.

Diese Überlegung, so Münsch, sei bereits im Planfeststellungsverfahren der Umgehung Marktoberdorf-Bertoldshofen verworfen worden und damit chancenlos. Fichtel beharrte dennoch auf Prüfung dieser möglichen Streckenführung.

Einen weiteren Trassenvorschlag unterbreitete Gabriele Formann für die Interessengemeinschaft Rieder, die sich seit langem für eine Umgehungsstraße einsetzt. Diese Variante, die zwischen dem Ort und der 'Nordumfahrung' verlaufen sollte, soll noch mit in die Studie aufgenommen werden.

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