Filmburg
Eröffnung der zweiten Allgäuer Filmkunstwochen in Marktoberdorf mit kurzweiligem Programm

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Mit dem hinreißenden Schweizer Dokumentarfilm 'Bödälä – Dance the Rhythm' hat die Marktoberdorfer Filmburg von Monika Schubert die zweiten Allgäuer Filmkunstwochen eröffnet. Ebenso wie im Filmhaus Huber in Bad Wörishofen und im Kurfilmtheater in Oberstdorf werden im Marktoberdorfer Kino noch bis zum 14. Oktober täglich besondere Dokumentarfilme, Komödien, Dramen und Kinderfilme zu sehen sein – ud zwar in gewohnt guter 'Filmburgqualität'. Zusätzlich gibt es am heutigen Samstag, 6. Oktober, noch die 'Kleine Kunstnacht' mit Theater, Musik, Tanz und Kabarett. Sie wird durch den Verein 'Kulturwelt Marktoberdorf' gefördert.

Seinen Namen bekam der Eröffnungsfilm vom Schweizer 'Bödelen', ein Volkstanz, bei dem der Mann ähnlich wie beim Stepptanz den Rhythmus der Musik aufnimmt, während sich seine Partnerin um ihn dreht. Die Filmemacherin Gitta Gsell schaute aber noch mehr Landsleuten beim Tanzen über die Schulter: der Hotelfachfrau Sabrina, die sich nach hartem Training für die Weltmeisterschaft im Irish Dance in Belfast qualifiziert hat, dem renommierten Stepptänzer Lukas Wirth, der vom Sandboden bis zur Metallplatte jeden Untergrund für seine Performances nutzt.

Staunen erweckt Flamenco-Tänzerin Ania, die sich eine Art Marimba-Tanzboden gebaut hat, auf dem sie mit ihrem Tanz Töne erzeugt.

'Werbetanz' der Eidgenossen um ihre Dame

Und als Krönung gab es in dem Film noch das 'Gäuerlen' zu sehen: Wenn die Schweizer Bödeler so richtig in Schwung kommen, dann wird aus ihrem Rundtanz ein spektakulärer 'Werbetanz' um die Dame, mit Sprüngen, akrobatischen Verrenkungen und viel Hallo. Die Regisseurin ließ alle Tänzerinnen und Tänzer zu Wort kommen, zeigte Erfolge und Misserfolge, ihre Hoffnungen und Erwartungen.

Ihre Lebensfreude, die sie aus dem Tanz gewinnen und die sich im Rhythmus ihrer Schritte manifestiert, zog sich wie ein roter Faden durch den Film. Dynamische Eidgenossen und Schwyzerdütsch mit deutschen Untertiteln, auch das eine sympathische Besonderheit.

Vor dem Filmstart wartete auf die Eröffnungsgäste ein kurzweiliges Rahmenprogramm. Das griff das Grundthema des Films auf, die Füße als Rhythmusinstrument einzusetzen.

Plattler aus Nesselwang und Flamenco aus Hörmanshofen

Eine Plattlergruppe der Alpspitzler aus Nesselwang zeigte sich im Interview zwar allgäuerisch wortkarg, dafür aber tänzerisch in Hochform und erfreute mit dem schwungvollen Ländler 'Reit im Winkel'. Rena la Morena, Flamencotänzerin aus Hörmanshofen, tanzte Fandango de Huelva, begleitet von Cantaor José Barrondo aus Sevilla und Harald Rüschenbaum (der muss wohl auch ein Tröpfchen spanisches Blut in den Adern haben).

Gedanken von Monika Schubert übers Kinomachen, kurzweiliges aus dem Kinotagebuch und ein motivierender Kurzfilm rundeten den gelungenen Abend ab, an dem das Publikum viel Spaß hatte.

Da durfte ein Dankeschön an das Kinoteam und an die zahlreichen Sponsoren, zu denen auch das 'Who’s who' der Marktoberdorfer Geschäftswelt zählt, nicht fehlen.

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