Energie
Erdkabel verteuern Strom für Kunden der VWEW

Die Vereinigten Wertach-Elektrizitätswerke (VWEW) sind ein kommunales Unternehmen, dessen Eigentümer die Städte Kaufbeuren, Marktoberdorf, Mindelheim und die Gemeinden Biessenhofen und Apfeltrach sind. Für Kunden aus dem Gebiet gebe es den Tarif 'ClassicPlus'. Obendrein biete die VWEW auch einen günstigeren Tarif an, der aber nicht für Kunden aus dem Verbreitungsgebiet gelte, berichtet ein AZ-Leser: 'Da fragt sich so mancher Eigentümer, warum er nicht in den Genuss dieses Angebots kommt.'

Das sei aus einem bestimmten Grund nicht möglich, erklärt Hartmut Meyer, Energieberater der VWEW. Denn verschiedene Netznutzungsentgelte erforderten unterschiedliche Tarife. So gebe es für Kunden innerhalb des Versorgungsgebietes der VWEW den Tarif 'ClassicPlus' mit einem Arbeitspreis von 24,26 Cent pro Kilowattstunde und einer jährlichen Grundgebühr von 83,75 Euro.

Dabei sei auch der 'hundertprozentige Verkabelungsgrad' des Unternehmens in seinem Verbreitungsgebiet berücksichtigt. Das bedeute, dass alle Kabel unter der Erde vergraben seien. Das bringe deutlich mehr Versorgungssicherheit und kaum Ausfälle.

Trete trotzdem ein Fehler auf, sei er schnell zu lokalisieren, erläutert Meyer. Zudem sei die unterirdische Verkabelung ästhetischer als freilaufende Stromkabel. Aber sie bedeute auch gewisse Mehrkosten.

Dagegen gebe es für Kunden außerhalb des VWEW-Netzgebietes den Tarif 'ClassicRegio' (22 Cent pro kW/h und 108 Euro Grundgebühr). Bei dem fielen die Mehrkosten für die unterirdische Verkabelung weg. Denn diese Kunden werden über ein fremdes Stromnetz versorgt, das meist über freilaufende Kabel laufe. Deshalb sei das Netznutzungsentgelt dort vorerst günstiger – und das gebe die VWEW an die Kunden weiter, so Meyer.

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