Ostallgäu
Entlang der Eisenbahnspur vom Ostallgäu nach Oberbayern radeln

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Die Themenroute 'Sachensrieder Bähnle' baut Brücken für die Freizeit und Erholung zwischen dem Ostallgäu und Oberbayern. Die im letzten Jahr eingeweihte Route war einst die Transportstrecke für Braunkohle und Grubenholz und dies wird in 24 Stationen mit interessanten Informationen erlebbar.
Durch den Sachensenrieder Forst zu radeln ist nicht nur ein Kulturerlebnis, es führt die Fahrradfreunde durch frisches Grün.

Ostallgäu (gr.) Mit der neuen Route soll auf die Geschichte der ehemaligen Bahnstrecke hingewiesen und zugleich der Radtourismus zwischen dem Ostallgäu und dem oberbayerischen Altenstadt angeregt werden. Ein attraktives Angebot für die Menschen vor Ort und für die Urlaubsgäste.

Die Bahnstrecke Kaufbeuren-Schongau war einst eine eingleisige Nebenbahn, die zwischen 1922 und 1977 die Städte Kaufbeuren und Schongau verband. Viele 'Sonntagsausflügler' nutzten in dieser Zeit die Bahn, um von Kaufbeuren aus bis zur Haltestelle 'Sachsenrieder Forst' zu fahren. Zwischen dem Sachsenrieder Forst und Schongau/Peißenberg diente die Bahn vorrangig zum Transport von Grubenholz für die Kohlebergwerke in Peiting und Peißenberg. Nach der Gesamtstilllegung 1977 wurden die Gleise größtenteils abgebaut. Die neue Radroute verbindet zehn schwäbische und oberbayerische Gemeinden. Auf Ostallgäuer Gebiet wird dabei die bereits bestehende 'Dampflokrunde' eingebunden. Zudem sind zwölf interaktive Erlebnisstationen vorhanden.

Zehn Ortschaften

Auf oberbayerischer Seite sind die Gemeinden Altenstadt, Schwabbruck, Ingenried und Schwabsoien beteiligt, im Allgäu liegen Mauerstetten, Stöttwang, Osterzell, Bidingen, Kaltental und die Stadt Kaufbeuren auf der Strecke.

Erinnerungen

Bei dem Kooperationsprojekt der Leader-Regionen Auerbergland-Pfaffenwinkel und Ostallgäu, hat die oberbayerische Aktionsgruppe sowohl die Federführung bei der fördertechnischen Abwicklung als auch die Projektträgerschaft stellvertretend für die beteiligten Kommunen übernommen. Laut deren Geschäftsführerin Elisabeth Gutmann ist das Sachsenrieder Bähnle in der Bevölkerung auch über 30 Jahre nach der Stilllegung noch sehr präsent. Dies habe die Befragung eines Geographie-Studenten in den beteiligten Gemeinden gezeigt. Dabei kramten die Bürger in ihren Erinnerungen an die Lokalbahn und förderten laut Gutmann wahre Schätze zutage, die nun auch in das Projekt eingebunden sind.

Natur pur und Service

Ausflügler sollen auch künftig wieder dort unterwegs sein, allerdings nicht auf Schienen, sondern 'Klimaschonend' auf zwei Rädern. Dass eine schöne Landschaft allein heutzutage nicht mehr reicht, war den Organisatoren klar. Deshalb haben sie zahlreiche Ideen für die insgesamt 34 Kilometer lange Strecke entwickelt, die auf 20 Kilometern auf oder direkt neben der originalen Trasse entlangführt. An 24 Erlebnispunkten wurden nicht nur Schilder aufgestellt, 'es gibt auch Spiele für Familien mit Kindern, die das Thema Bahn erlebbar machen'. Dazu gehören sogenannte Durchblickspanoramen, wo ein Zug quasi auf den früher benutzten Bahndamm proijeziert wird - das soll die Vorstellung erleichtern. 'Was bedeuten die Signale der Bahn?', ist ein Spiel, das nicht nur bei Kindern Neugier wecken soll. Wer ein Smartphone besitzt, kann über das scannen eines sogenannten QR-Code sich ein Video einer Fahrt mit dem 'Sachsenrieder Bähnle' auf dem Handy anschauen. Und nicht zuletzt sind auch die wenigen Reste an alten Schienen oder Schotter zu sehen.

Ganz wichtig ist der Service. Dazu gehören radgerechte Rastplätze und eine Beschilderung, die dem Radler nicht nur regelmäßig anzeigt, wo er ist, sondern auch, wie weit Kaufbeuren oder Schongau entfernt sind. Sobald das Wetter mitspielt kann es los gehen. Extra Redakteurin Gerlinde Reisach wünscht viel Spaß auf der Tour, die sich auch gut in Teilstrecken radeln lässt.

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