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Porträt
Elfi Seifert aus Kraftisried liebt Kräuter um sich herum

Ob Indianermalve oder Oregano, Borretsch, Ysop oder die rauen Blätter des Beifuß: Es sind geschätzt 60 Kräuter, die im Garten von Elfi Seifert in Kraftisried zu entdecken sind. Als Kräuterpädagogin kennt sie nicht nur selbst die ausgefallensten, sondern weiß auch um ihre Wirkung und wie sie das Interesse für diese Pflanzen wecken kann.

Vor sechs Jahren hat sie ihre Ausbildung an der Gundermann-Akademie in Nördlingen gemacht. "Aber schon meine Mutter und Großmutter hatten für alles ein Kraut", erzählt sie.

Sie ist in Reinhardsried aufgewachsen, "mitten in der Natur", wie sie mit leuchtenden Augen sagt. Auch wenn sie beruflich ganz andere Wege gegangen ist und als Industriekauffrau arbeitet:

Das Interesse an Kräutern ist geblieben. Und wenn sie kocht, dann ist stets etwas frisches Grünes dabei - und seien es die Brennnesselsamen, die sie über den Salat streut und auf deren Vitamine sie große Stücke hält.

Pflanzen sind gut für das Immunsystem

'Kräuter stärken nachhaltig das Immunsystem', sagt Elfi Seifert. Sie liebt es aber auch einfach, Giersch und Co. um sich zu haben.

Als 'Ernährungsberaterin nach den fünf Elementen' (in der traditionellen chinesischen Medizin sind dies Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz) verwendet sie 'das, was um mich herum wächst'. Kräuter hätten nicht immer nur etwas mit Heilen zu tun. Sie könnten auch dazu beitragen, erst gar nicht krank zu werden.

Wie sie richtig eingesetzt werden, das vermittelt sie unter anderem bei Kochkursen der Volkshochschule. Und als Referentin ist sie nicht nur bei der Gundermann-Akademie gefragt, an der sie sich ihr umgangreiches Wissen in zwei Jahren selbst angeeignet hat.

Ihre Tätigkeit als Kräuterpädagogin habe viel damit zu tun, Lebensfreude zu vermitteln. Letztlich sind für sie Kräuter reiner Genuss: 'Weil sie gut schmecken und meistens auch noch schön ausschauen.'

Rein fürs Auge pflanzt sie in ihrem Garten zwischen den Kräutern auch immer wieder Blumen an: Mit Vorliebe Rosen, aber auch Phlox leuchtet mit seinem kräftigen Rosa aus dem Beet.

Nicht alles, was sie für ihre Kräuterleidenschaft braucht, wächst rund um den ehemaligen Bauernhof, den sie mit ihrer Familie bewohnt. So manches findet sie auch in der Natur. So wie zum Beispiel die Weißdornäpfel, Schlehen oder Beeren.

Wenn man sie pflückt, so sagt sie, sollte man sie aber schon genau kennen, um nicht Gefahr zu laufen, die falschen Früchte zu erwischen.

Am Haus werde so mancher Pflanze auch eine Art mythische Bedeutung zugemessen. Das Eisenkraut etwa soll Böses fernhalten. Auch der Brennnessel werde eine solche Kraft nachgesagt.

Eine besondere Bewandtnis hat es auch mit den Kräuterboschen, die zu Mariä Himmelfahrt vielfach – zum Beispiel auf dem Kräutermarkt in Wald – verkauft werden. Was drin sein muss, das habe sich im Laufe der Zeit geändert. Sehr eng, so Elfi Seifert, sollte man das nicht sehen.

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