Ferienprogramm
Einmal wie die Kelten leben

Der Bund Naturschutz und die Gemeinde Bernbeuren hatten zum Ferienprogramm 'Mach mit - Abenteuer Keltenwerkstatt' eingeladen. Dabei erlebten zehn Kinder was ein Tag im Leben der Kelten so ausmachte und waren mit Begeisterung bei der Sache.

Zehn Kinder erlebten einen Teil ihrer Ferien wie die Vorfahren der Menschen im Allgäu - die Kelten. Vier Tage lang ging es in Bernbeuren um die Basiserfahrung, wie die Grundlagen der Herstellung von Kleidung und Nahrung, ganz von Anfang an. Dabei kamen die Teilnehmer aus dem Staunen nicht heraus.

Die Kinder erfuhren, wie mit einfachen Mitteln, ohne Einkauf im Supermarkt und ohne Geld die Grundbedürfnisse gestillt werden können. An den vier Tagen wurden Keltenbecher ohne Drehscheibe getöpfert, Handspindeln hergestellt und aus geschorenem Wolleflies Fäden daraus gesponnen. Anschließend wurden Färbepflanzen gesammelt und die Wolle damit eingefärbt, Bändchen mit der Brettchenwebtechnik hergestellt, Getreide gemahlen und verarbeitet und täglich wurde am offenen Feuer 'keltisch' gekocht.

Daneben waren eine Wippe, eine Schaukel und das Wassertretbecken willkommene Abwechslungen auf dem 'Keltenplatz', der Kneippanlage, die die Gemeinde Bernbeuren für dieses Projekt zur Verfügung stellte.

Woher weiß man das?

Wie, es gab keinen Pfeffer und keinen Paprika? fragte Luca. Woher weiß man das? Solche und ähnliche Fragen hatten die Kinder an Karin Sieber-Seitz, die Archäologin aus Rottenburg am Neckar und Barbara Zach, Diplom-Biologin und Umweltpädagogin aus Bernbeuren, die als Archäobotanikerin selbst Pflanzenreste aus Ausgrabungen untersucht. Wie die Kelten ihren Alltag gestalteten, die keine Schrift verwendeten, das erklärten die beiden Fachfrauen immer vor jedem nächsten Programmpunkt.

Bei Keltenwürstchen vom offenen Grill (ganz ohne die den Kelten unbekannten Gewürze, wie Paprika und Pfeffer) gab es zum Abschluss ein kleines Keltenfest, zu dem auch Bernbeurens Bürgermeister Heimo Schmid und die Träger des Projekts, Karl Schleich, Vorsitzender der IG Auerberg und Peter Ernst, Vorsitzender des Museumsvereins eingeladen waren.

Gefördertes Projekt

Das Projekt wurde durchgeführt unter der Trägerschaft des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Weilheim-Schongau, des Museumsvereins Bernbeuren und der IG Auerberg. Ein Teil des Projekts wurde gefördert vom Bayrischen Naturschutzsfond. Für Rückfragen steht Barbara Zach unter Tel. 08860/921452, oder E-mail: zach@uni-hohenheim.de gerne zur Verfügung.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen