Geschichte
Egbert Pippus aus Erfurt zog nach dem Mauerfall nach Marktoberdorf

An den Moment, als für ihn das DDR-Regime unten durch war, erinnert sich Frührentner Egbert Pippus aus Erfurt genau: Das war, als seine Frau Kerstin, die nach einem OP-Fehler 1985 chronische Schmerzpatientin war, zur Amtsärztin musste.

Doch anstatt Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen, habe die Ärztin seine Frau 'mies' und wie eine Simulantin behandelt. 'Sie akzeptierte nicht, dass meine schwerkranke Frau nicht arbeiten kann', sagt er. Ihn habe die Ärztin sogar mit der Frage 'Haben Sie schon mal an Scheidung gedacht?' provoziert.

Im Juni 1990 wählte seine Frau, die an offenbar unmenschlichen Schmerzen litt, dann den Freitod. Die friedliche Wende spielte dabei laut Pippus eine unglückliche Rolle: Die Ärzte 'drüben' konnten nicht helfen. Da viele nach Westdeutschland gegangen waren, herrschte zur Wendezeit im Osten Ärztemangel. Die Ärzte im Westen 'durften' nicht helfen, sagt er. In der Schmerzklinik, in die sie wollte, sei seine Frau (damals 33) wegen unsicherer Kostenübernahme nicht behandelt worden. 'Das Gesundheitssystem war noch nicht zusammengeführt', sagt Pippus. Dort war noch nicht zusammengewachsen, was zusammengehört.

Wie sich Egbert Pippus in seinem neuen Leben im Westen zurechtfand, lesen Sie in der Allgäuer Zeitung (Marktoberdorf) vom 08.11.2014 (Seite 35).

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