Dorferneuerung
Drei konkrete Projekte

Für die Hattenhofener ist ihr Dorf ohnehin schon ein Kleinod mit einer funktionierenden Gemeinschaft. Und trotzdem gibt es hier und da Bereiche, die aufgepeppt werden können. Der örtliche Treffpunkt in einem ehemaligen Bauernhaus zum Beispiel, der angrenzende Platz oder auch die Dorfstraße, zumal die bald wegen Kanal- und Wasserleitungsbaus aufgerissen werden soll. Genau diese Projekte sind es, die im Rahmen der Dorferneuerung verbessert werden können. Der Stadtrat entschied nun, grundsätzlich die Meinung der Bürger dazu einzuholen, um dann eventuell weitere Schritte einzuleiten.

Ohne Bürger geht nicht viel

Die Beteiligung der Bürger an diesem Projekt sei ein Dreh- und Angelpunkt der Umsetzung, verdeutlichte Ferdinand Bisle, Abteilungsleiter beim Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Es fördere bei dieser Form der Dorferneuerung ausschließlich Maßnahmen im öffentlichen Bereich, wie eben die drei vorgeschlagenen. Privatleute erhielten nur Zuschüsse bei einer umfassenden Dorferneuerung, zu der etwa eine Flurbereinigung gehört.

Weil die Finanzkraft Marktoberdorfs in den vergangenen fünf Jahren nicht die schlechteste gewesen sei, gebe das Amt für Ländliche Entwicklung 30 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 250000 Euro. «Zuerst müssen aber die Maßnahmen auf den Tisch, dann wird berechnet, was förderfähig ist.»

Konkret sehe das bei der Dorfstraße so aus, antwortete er auf eine Frage von Gerhard Küster (Grüne), dass die Stadt den Kanal- und Leitungsbau erst mit den Anliegern abrechnet. Danach werde die förderfähige Summe ermittelt. Über die Ausgestaltung der Straße müsse mit den Bürgern gesprochen werden. Bisle machte deutlich: «Wir wollen eine ländliche Lösung.» Ob dazu ein Gehweg gehört, stellte er in Frage. Genau müsse auch der Zweck des Dorfgemeinschaftshauses festgelegt werden. Denkbar sei, neben einem Treff, auch ein Dorfmuseum oder ähnliches. Ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht, sei nicht entscheidend. Es reiche für eine Förderung, wenn es, wie in diesem Fall, ortsbildprägend ist.

Wie viel bauliche Erweiterung das Dorf vertrage, wollte Christoph Knestel (CSU) wissen. Für Hattenhofen laute die Empfehlung: Je weniger, desto besser. Das hänge, so Bisle, auch davon ab, wie viele Landwirte noch aktiv sind.

Kurz ging der Abteilungsleiter noch auf den Zeitplan ein. Wenn sich die Bürger mit den Gedanken anfreunden und das Projekt unterstützen, könnte Ende des Jahres die Planung stehen. Danach entscheide das Amt über die Bewilligung. Die konkrete Umsetzung könnte 2012 erfolgen.

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