Hospiz
Diskussion im Hospizverein Marktoberdorf Ohne Ehrenamtliche würde es schwarz aussehen

Bei der Jubiläumsfeier des Hospizvereins fand eine Diskussionsrunde statt, die stellvertretender Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, Lokalredaktion Marktoberdorf, moderierte. Hier die Standpunkte der Teilnehmer:

Vereinsvorsitzender Andreas Knie: 'Wir müssen über den Nachbarszaun schauen und mit anderen Organisationen in einem Netzwerk zusammenarbeiten. Von dieser Zusammenarbeit profitieren letztlich das Ehrenamt, die beruflichen Helfer und die Betroffenen.

Hospizbegleitung ist eine schwere Aufgabe, aber sie gibt auch viel zurück. Altersdemografie und zunehmende Demenz fordern in Zukunft die Bürger noch mehr. Alte Menschen stehen oft alleine da. Ihnen zu helfen, ist eine schöne Aufgabe.'

Alexander Zoller, Seniorenbeauftragter des Landkreises Ostallgäu: 'Ohne das Ehrenamt würde es schwarz aussehen. Gerade Ältere müssen kaum geschult werden, sie bringen eine große Kompetenz und Lebenserfahrung mit. Es ist aber Teamarbeit erforderlich, um niemanden zu überfordern.'

Anna-Maria Immerz, Ehe, Familie und Lebensschutz der Diözese: 'Das Ehrenamt spielt gegenüber den professionellen Diensten und Organisationen immer die zweite Geige. Eine gute Vernetzung und Transparenz, die Nachbarschaftshilfe und das Vertrauen sind bei dieser Arbeit Gold wert. An die möglichen Helfer konkret heranzutreten, ist besser als unverbindlich zu sagen, wir bräuchten Jemanden.'

Nicolette Simon, Hebamme und Mitarbeiterin beim Kriseninterventionsdienst: 'Ich sehe keine Konkurrenz der Helfer, sondern eine gegenseitige Entlastung und Zusammenarbeit. Wenn die Polizei eine Todesnachricht überbringen muss, bleiben wir in dieser Familie. Die Großfamilie gibt es nicht mehr, da müssen wir einspringen. Von einem Geistlichen kann man heute nicht mehr verlangen, nachts an eine Unfallstelle zu kommen.'

Axel Maaß, Dritter Bürgermeister: 'Der Wandel durch die Änderung der Sozialsysteme ist drastisch zu merken. Gerade auch für Jugendliche sind Hilfsangebote wichtig. Die Aussichten, Ehrenamtliche zu gewinnen, wurden besser, sind aber schwierig für Führungspositionen. Die Stadt tut sich mit Hilfsangeboten schwerer als andere, aber Vermittlungsdienste werden aufgebaut, Anlaufstellen gebündelt.'

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