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Die ASB-Rettungshundestaffel übt im alten Krankenhaus in Marktoberdorf für den Ernstfall

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Am Samstag hatten die Hundeführer samt Helfer die Möglichkeit, das stillgelegte Krankenhaus in Marktoberdorf als Übungslpatz zu nutzen. Bei dieser Übung sollten die Rettungshunde eine vermisste Person auf dem Klinikgelände finden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Allgäu e. V. (ASB) betreibt seine Rettungshundestaffel bereits seit 2010. In der ASB-Rettungshundestaffel werden der Hund und sein Halter gemeinsam als Team im sogenannten Mantrailling ausgebildet.

Der Begriff Mantrailing stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Menschenspuren verfolgen". Sylvia Berwanger, die Leiterin der ASB-Hundestaffel, bezeichnet das Mantrailing als die "klassische Personensuche".

Häufige Einsatzgebiete der Suchhundestaffel sind Krankenhäuser, Alten- und Seniorenheime und Wohngebiete. Die Hunde suchen dort unter anderem nach Kindern, Menschen, die an Demenz erkrankt sind oder Personen mit psychischen Erkrankungen.

Bei der Übung am Samstag sollten die Rettungsteams, bestehend aus Hund und Mensch, eine vermisste Person auf dem ehemaligen Klinikgelände in Marktoberdorf finden. Dabei mussten die Hunde ihre Suchleistung unter verschiedensten Bedingungen unter Beweis stellen. Deswegen übten die Suchteams sowohl im Außenbereich als auch im Krankenhausgebäude, um für jede Situation vorbereitet zu sein.

Die Hunde müssen lernen, mit den unterschiedlichen Bodenbelägen und den Temperaturschwankungen, sowohl im Gebäude als auch im Außenbereich, umzugehen.

Bei der Personensuche spürt der Hund mithilfe eines Geruchsartikels die Spur der zu suchenden Person (Menschenspur) auf. Geruchsartikel sind zum Beispiel Kämme, Brillen, Kleidungsstücke, Kopfkissenbezüge, Socken oder benutzte Taschentücher. Wichtig ist, dass die Gegenstände nur nach der zu suchenden Person riechen.

Denn diese Objekte tragen den sogenannten Individualgeruch des Menschen. Diesen kann der Hund mithilfe seiner 240 Millionen Riechzellen von vielen anderen Gerüchen unterscheiden und herausfiltern. Während der Mensch in der Lage ist, sich pro Sekunde ca. 15 verschiedene Gerüche einzuprägen, merkt der Hund sich pro Sekunde ca. 1.200 Gerüche.

Damit der Rettungshund die Spur richtig aufnehmen kann, sollte sie nicht älter als 48 Stunden sein. Der Geruch wird mit jeder zunehmenden Stunde schwächer und dadurch erschwert sich die Suche für den Hund. Meistens sind die Spuren jedoch zwischen sechs und 18 Stunden alt.

In der ASB-Rettungshundestaffel Allgäu werden zurzeit sechs Personenspürhunde ausgebildet, zwei davon sind bereits geprüft und gehen zu Rettungseinsätzen mit. Im Jahr 2016 wurde die Hundestaffel zu insgesamt 18 Alarmierungen gerufen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.asb-allgaeu.de.

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