Konferenz
Das Ziel: Eine klimaneutrale Vorzeigeregion

Erstmals trat gestern in Marktoberdorf die Allgäu Initiativ Konferenz zusammen. Dieses Gremium übernimmt als Teil der neu formierten Allgäu GmbH die Funktion, die bisher die Allgäu Konferenz bei 46 Sitzungen innehatte.

Ziel sei es, sich zwischen den Metropolräumen München, Stuttgart und Zürich als eigenständige Region zu präsentieren, erklärte der Vorsitzende, der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser. Bei welchen Themen man sich profilieren will, zeigte er auf: Standortmarketing, Tourismus und Energiewende.

Für Kaiser ist der Tourismus ein klarer Schwerpunkt innerhalb der Marke Allgäu, der rund 3 von 20 Milliarden Euro zum Allgäuer Bruttoinlandsprodukt beisteuert. Kaisers Vision: sich zur << führenden alpin geprägten Gesundheits- und Wohlfühldestination entwickeln >>.

Dieses Thema vertiefte der Geschäftsführer der Allgäu GmbH Bernhard Joachim. Er berichtete, dass für dieses << wichtige Kerngeschäft >> bald ein Leader-Projekt anlaufe. Ein großes Problem sei, die mangelnde Vernetzung der Anbieter von Wellness, Kur und Reha.

Vorankommen soll auch die Wirtschaft. Kaiser: << Wir wollen das Allgäu als führenden Standort für innovatives und nachhaltiges Wirtschaften im ländlichen Raum positionieren.

>> Geschäftsführer Klaus Fischer vertiefte, dass Standortmarketing vor allem bedeute, bestehende Betriebe zu stärken. Ein Problem sei, dass zwar die Qualitätsorientierung der Allgäuer Betriebe wahrgenommen werde, nicht aber die starke Innovationsfähigkeit etwa in der Verpackungsindustrie und Lebensmitteltechnik. Wichtig sei hier die Hochschule in Kempten.

Deren Präsident Prof. Robert F. Schmidt beklagte, dass die Hochschule vom Freistaat oft zu wenig Unterstützung bekomme. So gebe Bayern Geld in ein neues Projekt zur Elektromobilität im Bayerischen Wald, statt das bisherige Bundesprojekt im Allgäu weiter abzusichern. Deutlich wurde, dass im Allgäu mehr Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Dafür setzte sich Kaiser ein, der das Allgäu zur << klimaneutralen Vorzeigeregion >> entwickeln will.

Sein Landratskollege Hans-Joachim Weirather ergänzte, dass bei der Wasserkraft das Potenzial weitgehend ausgeschöpft sei. Eine neue Untersuchung für das Unterallgäu zeige aber, dass fast jeder Höhenrücken ein attraktiver Standort für Windräder sei.

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