Ostern
Special Ostern ÜBERSICHT

Ostergottesdienste
Christen feiern das Hochfest der Auferstehung

In gut besuchten Gottesdiensten haben die Marktoberdorfer Christen das Hochfest der Auferstehung Jesu gefeiert. So wurde in der katholischen Osternacht am Samstagabend in St. Martin «Jesus, das Licht» mit der am Osterfeuer entzündeten Osterkerze symbolisch in die dunkle Stadtpfarrkirche getragen und im «Exsultet» dessen Lob gesungen. Und mit dem frisch geweihten Taufwasser wurden die Kleinkinder Emma und Jamie getauft und in die Pfarrgemeinde aufgenommen.

Beim katholischen Festgottesdienst am Ostersonntag fand die Osterfreude sinnenfälligen Ausdruck in Mozarts Krönungsmesse und Händels «Halleluja», die Kirchenchor und -orchester von St. Martin unter der Leitung von Margit Sedlmair erklingen ließen.

Im österlichen Evangelium nach Johannes «kommt eine große Sehnsucht des Menschen zum Ausdruck», begann dann Stadtpfarrer Wolfgang Schilling seine Ansprache. Diese Sehnsucht nach Gott und einem gelingenden Leben manifestiere sich in der Gestalt Maria Magdalenas, die Jesus von negativen Mächten befreit habe und die ihn schließlich als Erste nach dessen Auferstehung sehen durfte.

«Aufgefangen und geborgen»

Schilling zitierte auch das Osterlied von Rudolf Otto Wiemer. Dieses mache den Wunsch nach einer Welt deutlich, in der Frieden herrscht und die ohne Lüge ist. Es endet mit den Worten: «Der Engel steht abends am Tor. Er sagt, wenn ich sterbe: Steh auf.» Der Engel Gottes «sagt immer wieder in allen Todeserfahrungen und dann im eigentlichen Tod: Steh auf», meinte Schilling und betonte: «Auferstehung ist die Erfüllung unserer Welt.»

Als Christen sollten wir wissen, dass wir Gott vertrauen können, der alles zum Guten führt. «Der Engel Gottes, der mich beschützt, ist der Auferstehungsengel des Evangeliums», erklärte der Priester: «Er sagt, wenn ich sterbe: Steh auf, du lebst, du bist nicht allein. Du wirst aufgefangen, du wirst aufgehoben und du wirst geborgen sein.»

Bei der Osternacht in der noch dunklen, evangelischen Johanneskirche verdeutlichte wiederum eine Spielszene das österliche Geschehen damals in Jerusalem: Drei Frauen bringen Körbe mit den für Begräbnisse üblichen Salbölen. Die getragene Last, körperlich und seelisch, wird ihnen schwer wie Stein.

Die weiteren Ereignisse um die Auferstehung hörten die Gottesdienstbesucher aus dem Markus-Evangelium. Nach den Halleluja-Rufen des Kirchenchors wurde die Osterkerze als Symbol für Christus, dem «Licht der Welt», herein getragen und an ihrer Flamme die Kerzen der Gläubigen entzündet.

In der Predigt nahm Pfarrer Harald Deininger den Gedanken des Salböls wieder auf. Ganz anschaulich, denn beim Anspiel waren Säckchen mit Duftöl ausgeteilt worden. Der Prediger erläuterte die Bedeutung der Salbung für die Frauen am Grab: Sie wollten Jesus nochmals etwas Gutes tun, eine religiöse Pflicht erfüllen und Abschied nehmen. Die Handlung stärkte ihren Glauben.

«Wie ein wohlriechendes Öl»

In der heutigen Zeit wanke der Glaube bei vielen Menschen, sie könnten nicht mehr beten und seien orientierungslos, so Deininger. Gott scheine weit zu sein. In diesen dunklen Momenten könne die Nähe des Auferstandenen «wie ein wohlriechendes Öl» neu beleben.

Nach dem Gottesdienst saßen manche Erwachsene noch beim traditionellen Osterfrühstück im Jugendheim zusammen. - Die Kinder durften Ostereier suchen.

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