Kulturpreis
Brenner-Medaille für einen «Römer»

Es war nicht allein der unermüdliche Einsatz für das Römerbad in Kohlhunden, warum sich der Marktoberdorfer Kulturausschuss einstimmig dafür aussprach, Geoffrey Cheeseman die diesjährige Genovefa-Brenner-Medaille zu verleihen. Eine ganze Reihe von weiteren Gründen nannte Bürgermeister Werner Himmer, als er Cheeseman am Montag den Kulturpreis der Stadt Marktoberdorf überreichte.

Cheeseman war es, der im Rahmen seiner Tätigkeit als stellvertretender Direktor der Bayerischen Musikakademie die Sommerkurse «Rhythm» und «International Summer Academy for young artists» aus der Taufe hob, die den Marktoberdorfern alljährlich bis heute viele interessante Konzerte bescheren. Cheeseman war es auch, der die Benefizaktion «Oberdorf hilft» ins Leben rief, als an Weihnachten 2004 die Erde im Indischen Ozean bebte und ein Tsunami rund 230000 Menschen das Leben kostete. 15000 Euro konnten damals über eine Kontaktperson unmittelbar nach Thailand gespendet werden.

Beitrag zur Integration

Auch die «Internationalen Abende» in Marktoberdorf gehen auf das Konto von Cheeseman. Diese Abende, bei denen sich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen begegnen, seien, so Himmer, ein wichtiger Beitrag zur Integration. Selbst ein «zugereister Ausländer» - und inzwischen ein richtiger Marktoberdorfer - kenne der aus England stammende Geoffrey Cheeseman die Probleme der ausländischen Bürger. Nicht unerwähnt ließ Himmer in der Laudatio das Engagement Cheesemans und den Einsatz seiner Frau Jutta bei der Marktoberdorfer Tafel. Beide wirken hier als treibende Kraft.

Ärmel hochgekrempelt

Regelrecht die Ärmel hochgekrempelt - und ab und zu hat er auch die Römertoga dafür angezogen - habe Cheeseman aber bei seinem Einsatz für das Römerbad. Dass der Schutzbau um die Römerfunde inzwischen zum beliebten Ausflugsziel geworden ist, sei in hohem Maße Cheeseman zu verdanken, hob Himmer hervor. «Viele Ideen waren in Deinem Kopf vorhanden, alle mit dem Ziel: Das Römerbad muss noch attraktiver für die Besucher gemacht werden.» Diese Ideen habe er auch umgesetzt.

«Ich nehme die Medaille an im Namen aller, die sich mit mir engagiert haben», sagte Cheeseman bei der Verleihung.

«Ich bin nie müde zu betonen, dass meine persönliche Leistung bei den genannten Aktionen und Projekten nur ein Teil von einem viel größeren Engagement unzähliger Mitwirkender war und ist - eine Sache, die Marktoberdorf auszeichnet», hatte er an die Stadt geschrieben, als er erfuhr, dass er den Kulturpreis erhalten soll. «So möchte ich diese Auszeichnung als Anerkennung der Leistung von sehr vielen sehen, die überall dabei waren und auch 100 Prozent für die jeweilige Sache gegeben haben.»

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