Brennermedaille
Brenner-Medaille an bildende Künstlerin aus Marktoberdorf

Ihre Werke zieren die Außenwände der hiesigen VR-Bank sowie von Anwesen der Familien Fendt und Wachter: Dass sich Wanda Schubert-Helfferich kulturell um Marktoberdorf verdient gemacht hat, ist dank ihrer Sgraffito-Gemälde weithin sichtbar. Doch nicht nur für ihre 'Kunst am Bau auf Gerüsten bis zu acht Meter Höhe', so Bürgermeister Werner Himmer, zeichnete der Marktoberdorfer Kulturausschuss die 89-jährige Künstlerin einstimmig mit der Genovefa-Brenner-Medaille aus.

Himmer nannte eine ganze Latte weiterer Gründe, als er Wanda Schubert-Helfferich in der Weihnachtssitzung des Stadtrats den Kulturpreis der Stadt Marktoberdorf überreichte. Schließlich wurde Schubert-Helfferich ja auch für ihr Lebenswerk geehrt. Auf die von ihr entworfenen Mosaiken aus Glas und Naturstein ging Himmer ebenso ein wie auf die Gabe der 'vielseitigen Künstlerin', in ihren Porträts das typische menschliche Wesen des jeweils Porträtierten festzuhalten.

'Kraftvoller Stil'

Die von ihr entwickelte Glättetechnik mit Farben und Kunstharz wiederum hatte der Kulturausschuss bei seiner Entscheidung bildlich vor Augen, hängt doch eine von Schubert-Helfferich mit dieser Technik gestaltete Stadtansicht Marktoberdorfs im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.

Generell, so Himmer in der Laudatio, seien ihre Werke unverwechselbar, 'geprägt mit einem Blick für Essenzielles und einem kraftvollen Stil zwischen Impressionismus und Expressionismus'.

Die Künstlerin ist vielfach prämiert worden, unter anderem mit dem Allgäuer Kunstpreis der Stadt Kempten. Oft war die öffentliche Hand Auftraggeberin oder Käuferin ihrer Gemälde, so Himmer. Auch die Staatsgalerie Stuttgart besitzt ein Werk Wanda Schubert-Helfferichs.

Apropos Stuttgart: Ihr Handwerk hat Schubert-Helfferich dort an der Hochschule für Grafik, der Kunstgewerbeschule sowie der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste erlernt. Durch die Wirren des Krieges war sie einst mit ihren Eltern nach Marktoberdorf gekommen. Dort pflegten sie und ihr früh verstorbener Mann Franz Schubert schon bald Freundschaften zu hiesigen Künstlern wie dem Kirchenmaler Ludwig-Magnus Hotter.

Ihre Liebe zur Ostallgäuer Landschaft spiegeln ihre Bilder der Moore. In Marktoberdorf ist die Künstlerin nicht zuletzt wegen ihrer großen Ausstellungen zu ihrem 75. Geburtstag (im Modeon) sowie zu ihrem 80. (im Rathaussaal) der Öffentlichkeit im Gedächtnis.

Mit Wanda Schubert-Helfferich ehrt die Stadt – nach Andreas Sammet – erst zum zweiten Mal eine Kulturschaffende aus dem Bereich der bildenden Kunst mit der Brenner-Medaille. Nicht nur ihr Werk, auch ihre Persönlichkeit würdigte Himmer: 'Die Vita von Ihnen, zeugt von einem unermüdlichen, unerschütterlichen Willen, großer Beharrlichkeit und großem Fleiß.'

Die betagte Künstlerin, die von ihren Töchtern in den Stadtrat begleitet worden war, freute sich sichtlich über die Auszeichnung und 'die schöne Rede'. Die Medaille samt der Urkunde 'für besondere kulturelle Verdienste' erhalten bei ihr einen Ehrenplatz, versprach sie.

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