Firmung
Bischof Kräutler in Leuterschach

Unter dem Motto «Mit Gottes Geist in unseren Segeln» fanden sich am Samstag 57 Firmlinge mit ihren Paten und Verwandten in der Leuterschacher Kirche ein, um von einem prominenten Bischof gefirmt zu werden. Bereits zum vierten Male war der im letzten Jahr mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnete Bischof Erwin Kräutler aus Brasilien (wir berichteten) zu Gast in der Pfarreiengemeinschaft und spendete den Jugendlichen die Firmung. Daneben nahm sich der Bischof Zeit für Gespräche mit Verantwortlichen und Gläubigen.

Seit 1981 ist Kräutler Bischof der größten brasilianischen Diözese Xingu mit einer halben Million Einwohnern. In Anbetracht von anstehenden Umstrukturierungen bei den hiesigen Pfarreien interessierte es daher Gastgeber Pfarrer Heinrich Krowicki und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Reinhard Dittrich bei einem kleinen Vorab-Empfang besonders, wie die Betreuung der Christen auf diesem riesigen Gebiet zu bewerkstelligen sei.

Kräutler erwiderte, dass in Xingu jeweils rund 30 bis 40 Gemeinden zu einer Pfarrei mit einem Pfarrer zusammenfasst seien. Katechetisch ausgebildete Laien würden die Pfarrer unterstützen. Eine Eucharistiefeier sei oft nur ein- bis zweimal jährlich möglich. Sonntags würden meist nur Wortgottesdienste stattfinden, die aber für Bischof Kräutler auch ein Zeichen der Gegenwart Gottes seien.

Wichtig sei die Gemeinschaft der Christen und dass diese gepflegt werde.

Bevor die 57 Firmlinge in die Leuterschacher Kirche einziehen konnnten, fand vor dem Pfarrhof ein Empfang statt. Kirchenpfleger Franz Brenner und Dritter Bürgermeister Axel Maaß hießen den Gast willkommen und stellten sein Engagement für die Armen in Brasilien und die Verleihung des alternativen Nobelpreises in den Vordergrund. Die Leuterschacher Musikkapelle umrahmte den Festakt.

Spürbare Begeisterung

Seit Januar hatten sich die Jugendlichen zusammen mit Gemeindereferent Toni Linder auf das Sakrament der Firmung vorbereitet und den Gottesdienst thematisch zum Motto «Sturm» gestaltet. Die Frage, wie man in den Stürmen des Lebens und wachsenden Anforderungen klar kommen kann, nahm eine zentrale Rolle ein.

Seine Begeisterung für den Glauben ließ Kräutler alle Gottesdienstbesucher spüren, in dem er dazu animierte, spontan das Wort «Amen» («So sei es») zu singen. Nach zögerlichem Anfang stimmten schließlich alle ein und ließen sich «begeistern».

Musikalisch wurde die Messe vom Chor «Mittendrin» gestaltet und den Dankesworten von Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Reinhard Dittrich folgte langanhaltender Applaus für den Bischof. Dittrich kündigte weitere finanzielle Unterstützung für den Bischof an. Beim anschließenden Stehempfang vor dem Pfarrhof kam der Bischof mit zahlreichen Gläubigen ins Gespräch und signierte seine Bücher.

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