Gericht
Besitz und Weitergabe von vermeintlichen Dopingmitteln: Ostallgäuer zu Geldstrafe von 4.050 Euro verurteilt

Ein 29-jähriger Hobbysportler aus dem Raum Marktoberdorf wollte nach einer Erkrankung seinen Muskelaufbau mit synthetisch erzeugten männlichen Sexualhormonen (anabolen Steroiden) intensivieren und besorgte sich im Mai und Juli 2012 insgesamt drei Ampullen mit vermeintlichen Dopingmitteln.

Eine Ampulle übergab er, wie zuvor vereinbart, an einen Trainingspartner. Sämtliche Ampullen enthielten laut einem Gutachten des Landeskriminalamts keinerlei Wirkstoff. Deshalb wurde der Mann jetzt vor dem Kaufbeurer Amtsgericht nicht wegen Besitzes und In-Verkehr-Bringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken schuldig gesprochen, sondern jeweils nur wegen eines Versuchs. Das Urteil lautete auf 90 Tagessätze zu je 45 Euro, also auf 4.050 Euro.

Die Polizei war dem Ostallgäuer über Ermittlungen in der Kraftsport-Szene auf die Spur gekommen und hatte im Dezember 2012 bei einer Hausdurchsuchung zwei Ampullen mit angeblichen Steroiden gefunden. Vor Gericht war der junge Mann jetzt voll geständig und beschränkte seinen Einspruch auf die Strafhöhe.

Hintergründe zu diesem Gerichtsfall finden Sie in der Allgäuer Zeitung vom 10.02.2014 (Seite 29).

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