Ausbau
Bei DSL geht es nun an die Feinarbeit

Der Schaltverteiler am Sulzschneider Maibaum steht bereits seit Ende August. Seitdem ist aus Sicht eines Laien nicht mehr viel passiert, für den Experten jedoch einiges. So berichtet Telekom-Pressesprecher Udo Harbers denn auch: «Wir liegen voll im Zeitplan.» Das heißt, bis Ende Februar sollen die bisher mit DSL unterversorgten Marktoberdorfer Ortsteile Geisenried, Leuterschach, Rieder und Sulzschneid ans schnelle Internet angebunden sein.

Die Linientechnik sei weitgehend aufgebaut. Die Leerrohre liegen, zum Teil müssten noch Kabelarbeiten erledigt werden. Es sei wichtig gewesen, gerade die Erdarbeiten vor dem heranrückenden Winter abgeschlossen zu haben. Zudem wurden elf neue Schaltverteiler aufgestellt. Diese sind wesentlich größer als die bisher gewohnten grauen Kästen. Das hänge damit zusammen, erklärt Harbers, dass sie die alten Kupferleitungen ebenso wie die neue Glasfasertechnik aufnehmen müssen, «und das braucht seinen Platz».

Arbeit läuft parallel

Wenn die Kabel alle dort liegen, wo sie hingehören, beginnt die Feinarbeit. Die einzelnen Stränge müssen mit Kabelverzweigern verbunden und auch im Verteiler angeschlossen werden. Diese Tätigkeit sei jedoch witterungsunabhängig, so dass mit weiteren Verzögerungen nicht zu rechnen sei.

Denn ursprünglich sollte das Netz bereits Ende dieses Jahres stehen.

«Gerade in diesen Wochen geschieht eine ganze Menge», sagt er. Wobei die Trupps in den Ortsteilen parallel aktiv sind. Deshalb geht Harbers auch nicht davon aus, dass ein Ortsteil nach dem anderen das schnelle DSL erhält. Dies werde vermutlich eher gleichzeitig geschehen.

Während diese Ortsteile dann mit einer Übertragungsrate von bis zu 16000 Bit pro Sekunde surfen können, bleiben Unternehmen im Gewerbegebiet West bei Geisenried auf ihren 1000 Bit hängen. Dabei hatte ein Firmeninhaber angeregt, die offene Baustelle in Geisenried zu nutzen und diesen Bereich auch höherwertig zu versorgen. «Wenn es so leicht wäre, würden wir es tun», entgegnet Harbers. Aber jeder Kilometer mehr verursache im Schnitt 50000 Euro Kosten. Außer diesen Ausgaben für die Kabeltrasse kämen noch die für den Verzweiger hinzu.

Allein nicht zu schaffen

Deshalb suche die Telekom bei derartigen Projekten wie in den Ortsteilen immer Kooperationspartner, in diesem Fall die Stadt, und versuche, an Fördertöpfe zu gelangen. Als Beispiel nennt er Sulzschneid: Für etwa 100 Hausanschlüsse zwei Kilometer weit zu graben und sechs Kilometer Kabel zu verlegen, sei «wirtschaftlich aus eigener Kraft kaum zu machen». Deshalb beteiligt sich die Stadt am Ausbau mit insgesamt 300000 Euro.

Beteiligung hängt von Bedarf ab

Für den betroffenen Unternehmer sei es denkbar, sich wegen der Kosten für eine Glasfaserleitung mit anderen Firmen im Gebiet zusammen zu tun. Ob sich die Telekom beteiligt, «hängt vom Bedarf und der Zahl der Anschlüsse ab».

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