Betreuung Langzeitarbeitsloser
Behörde mit neuem Etikett und Präsenztagen

Die Arge Ostallgäu heißt ab Januar 2011 Jobcenter Ostallgäu (wir berichteten). Im Ostallgäu haben sich der Landkreis und die Arbeitsagentur Kempten mit der jüngst unterzeichneten Grundsatzvereinbarung entschieden, die Zusammenarbeit fortzuentwickeln und damit Klarheit für Kunden und Mitarbeiter geschaffen, wie es heißt. Neu ist auch: Die Dienststelle der Arge in Füssen ist seit gestern geschlossen - künftig gibt es sogenannte Präsenztage.

Die Besucher und Arbeitgeber sollen den Übergang in die fortentwickelte Organisationsform nicht bemerken - sie erhalten laut Landratsamt nahtlos ihre bisherigen Dienstleistungen in den Bereichen Vermittlung und Leistung. «Wichtig ist, dass sich die Agentur für Arbeit und der Landkreis weiterhin gemeinsam um die Grundsicherung kümmern - das bewährte Miteinander, bei dem jeder sein Wissen und seine Möglichkeiten einbringt, wird als gemeinsame Einrichtung fortgesetzt», betonten Landrat Johann Fleschhut und Peter Litzka bei der Unterzeichnung.

Das Prinzip der Leistungen aus einer Hand werde beibehalten, um Arbeitslose bestmöglich bei der Jobsuche und dem Lebensunterhalt zu unterstützen.

Landkreis und die Agentur für Arbeit haben für die Umsetzung im Landkreis in allen Punkten Einigung erzielt und diese gestern in einer Grundlagenvereinbarung dokumentiert.

Wesentliche Inhalte der Grundlagenvereinbarung sind:

Grundsätzliche Angelegenheiten des Jobcenters werden gemeinsam entschieden.

Das Jobcenter wird seinen Sitz in Marktoberdorf haben, aber auch in Kaufbeuren, Füssen und Pfronten präsent sein.

Nach dem Abschluss der Sanierung des Landratsamtes wird das Jobcenter von der Hochwiesstraße 21 in das Landratsamt einziehen.

«Hintergrund dieser Neuorganisation ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die bisherige Verwaltungsform als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt hatte», erläutert Thomas Liebner, Geschäftsführer der Arge Ostallgäu. Nach außen sichtbar wird die Neuorganisation eben durch den neuen Namen «Jobcenter», der bundesweit einheitlich eingeführt wird.

Sparzwang trifft Füssen

Dass die Dienststelle in Füssen geschlossen wurde, führt Liebner auf haushaltstechnische Gründe zurück. Denn die Einrichtung werde 2011 aufgrund bundesweiter Sparbeschlüsse weniger Geld zur Verfügung haben als in diesem Jahr. «Wir mussten einsparen, wollten aber nicht auf Personal verzichten.» Daher habe man den Mietvertrag für die Räume in Füssen gekündigt. Allerdings versichert Liebner mit Blick auf die neuen Präsenztage (siehe Infokasten): «Der Bürger merkt nichts - der Service wird der gleiche sein».

Vielmehr werde der Service noch ausgeweitet durch das neue Angebot in Pfronten. (az/hs)

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