Ausschuss
Bauordnung Marktoberdorf - Sensible Bereiche besonders schützen

Im Paragraf 34 der bayerischen Bauordnung ist zwar einiges geregelt, nicht jedoch gestalterische Dinge. Das bringt oft Probleme mit sich, wenn das Haus zwar neuestem Standard entspricht, aber überhaupt nicht in die Umgebung passen will. Deshalb will die Stadt Marktoberdorf eine Gestaltungssatzung erlassen. Denn die sei im Gegensatz zum existierenden Gestaltungshandbuch rechtsverbindlich. Stadtplaner Hubert Sieber stellte im Bauausschuss einen Entwurf vor. Die Satzung soll vor allem historisch gewachsene Ortskerne schützen und nur dort angewendet werden, wo kein Bebauungsplan besteht. Das erleichtere in Zukunft auch Abstimmungen.

Ansonsten ließen sich umstrittene Projekte in B-Plan-freien Bereichen nur durch Veränderungssperren und dem nachträglichen Aufstellen eine B-Plans verhindern.

Auch stellte Sieber heraus, dass etwa für ein Gewerbegebiet andere Richtlinien gelten als für ein reines Wohngebiet oder einen historisch geprägten Ortskern. Die wichtigste Regelung beziehe sich auf die Dachform, was er anhand von Beispielen erläuterte. Es folgten die Dachaufbauten, sprich Gaupen.

Die Vorschriften für Fotovoltaik- oder Solaranlagen seien in Abstimmung mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) ausgearbeitet worden, betonte Stadtbaumeister Peter Münsch. Alternative Energieerzeugung sei nötig, aber 'wir wollen, dass wir in sensiblen Bereichen trotzdem ein anständiges Bild haben'.

Auch mit den Materialien der Bedachung, der Farbgestaltung der Fassade und der Höhe und Beschaffenheit der Einfriedungen der Grundstücke beschäftigt sich die Satzung. In diesem Punkt plädierte Wolfgang Schmid (Freie Wähler) für eine Einzelfallentscheidung. Mancher nutze höhere Bauten als Lärmschutz.

'Dem Thema Lärm müssen wir anders begegnen', hielt Münsch entgegen, 'sonst haben wir an Einfallstraßen zwei Meter hohe Wände, egal in welcher Form'. Über das Thema wird der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 21. November, ab 18 Uhr noch diskutieren.

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