Special Winter SPECIAL

Winterdienst
Bauhof Marktoberdorf zieht in Sachen Winterdienst Bilanz

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An Schnee und Eis mag im Moment niemand denken. Anders Thomas Follner, Leiter des Marktoberdorfer Bauhofs. Der blickte auf den Winterdienst zurück und schrieb alle Zahlen zusammen.

Das Werk präsentierte er nun im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss. Die Stadträte zollten ihm und seinen Mitarbeitern einerseits großes Lob für den Einsatz, stellten andererseits aber auch fest, dass man mit den Kosten von 550.000 Euro noch Glück gehabt habe.

Von diesem Betrag entfielen allein 331.000 Euro auf den Räum- und Streudienst. Mit 132.000 Euro schlug der Streusalzkauf zu Buche, mit 3.000 Euro der Split. Der restliche Betrag von 87000 Euro betraf Schneezäune, Schneezeichen, Streukisten und ähnliches.

In den Vorjahren, so Follner, waren der November und Dezember eher ruhigere Monate, dafür brachten Januar, Februar und März viel Arbeit. Im vergangenen Winter war es genau umgekehrt. Da hatte der Bauhof im November und Dezember Hochsaison.

Zum Winter 2008/09 betrug der Streusalzverbrauch 1.164 Tonnen. Seitdem sinkt er langsam wieder, aktuell auf 1.078 Tonnen. Dies schreibt Follner unter anderem dem gezielteren Einsatz von Gerät und Mittel zu. «Es wurde versucht, den bestmöglichen Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit zu erreichen», sagt er.

So sei flächendeckend die Feuchtsalztechnik angewendet worden. Das heißt, das Natriumchlorid wird unmittelbar vor dem Ausstreuen am Streuteller mit einer Salzlösung angefeuchtet.

Bis zu 700 Tonnen im Bunker

Ebenso werde nicht mehr auf allen Straßen und bei jeder Wetterlage die gleiche Strategie angewendet. An gefährlicheren Stellen sei eher der Einsatz von Salz geboten als an ungefährlicheren oder wenig befahrenen Strecken. Vorrang hätten am Morgen auf jeden Fall die Schulwege und Buslinien. Ein gutes Zusammenwirken gebe es auch mit den Fremdunternehmern, die im Auftrag der Stadt den Winterdienst in den Ortsteilen ausführen.

Im Gegensatz zu anderen Kommunen sei Marktoberdorf mit dem Salzvorrat gut über die Runden gekommen. Das liege auch daran, dass die Lagerhalle vergrößert wurde und damit bis zu 700 Tonnen gebunkert werden können. Derzeit lagern darin noch 400 Tonnen. Die vergrößerte Fläche wirke sich auch finanziell positiv aus, denn es könne mehr Salz im Sommer gekauft werden, wenn es preiswerter ist.

Angesichts der Kosten regte Gerhard Küster (Grüne) an, sich darüber Gedanken zu machen, in welchen Straßen mit der Streuung gespart werden kann. Dem widersprach jedoch Peter Fendt (Bayernpartei): «Die Straßen sind sicher. An solchen Sachen darf man nicht herumspielen.»

Wolfgang Hannig (SPD) mahnte ebenfalls zur Vorsicht: «Wenn wir in einer Straße anfangen, haben wir bald Ärger am Hals.» Auch Bürgermeister Werner Himmer wollte daran nicht rütteln, machte aber gleichzeitig klar, dass die Stadt nach den gesetzlichen Vorgaben nicht dazu verpflichtet ist, alle Wohnbereiche umfangreich zu räumen.

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