Infizierte sollen enge Kontaktpersonen selbst informieren
Auch das Ostallgäu verlängert die Quarantäne-Dauer

Auch im Ostallgäu wird die Dauer der Quarantäne für enge Kontaktpersonen auf zehn Tage verlängert. (Symbolbild)
  • Auch im Ostallgäu wird die Dauer der Quarantäne für enge Kontaktpersonen auf zehn Tage verlängert. (Symbolbild)
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Der Landkreis Ostallgäu erhöht die Quarantänedauer künftig auf grundsätzlich zehn Tage, um Infektionsketten zu Unterbrechen. Damit entfällt laut einer Pressemitteilung die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen. Grund dafür ist, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen die Corona-Infektion bei einer engen Kontaktperson erst nach dem Ende der durch Negativtest auf fünf Tage verkürzten Quarantäne festgestellt worden sei.

Weil auch das Gesundheitsamt im Ostallgäu stark belastet sei, sollen die Infizierten teilweise ihre engen Kontaktpersonen selbst informieren. Die infizierte Person soll die engen Kontakte, die nicht genesen oder geimpft sind, bitten, sich beim Gesundheitsamt zu melden. "Diese Arbeitserleichterung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, sich auf Situationen mit hohem Infektionspotenzial beziehungsweise mit Beteiligung von Personen, die einer Risikogruppen angehören, zu konzentrieren", heißt es in der Pressemitteilung.

Das gilt an Ostallgäuer Schulen

Für Kontaktnachverfolgung und Quarantäne im Bereich Schule gilt weiterhin: Sollte mehr als ein positiver Fall in der Klasse nachgewiesen werden und dieser auf den Kontakt in der Schule zurückzuführen sein, ist dies als Ausbruch zu werten und die gesamte Klasse muss in Quarantäne. Im Falle einer einzelnen Infektion in der Schulklasse werden enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt. Die übrigen Schüler der Klasse, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft wurden und weiterhin zur Schule gehen, werden je nach Schulart drei Mal pro Woche oder zwei Mal im Pool getestet.

Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt

Um die Kontaktnachverfolgung so gut wie möglich gewährleisten zu können, wird das Gesundheitsamt von sechs Kräften der Bundeswehr unterstützt. Damit sind am Landratsamt Ostallgäu aktuell insgesamt 40 Personen in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt.

Die neuen Quarantäneregeln hat der Landkreis Ostallgäu in seiner Allgemeinverfügung vom 4. November erlassen. Auch in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren wurde die Quarantänedauer verlängert.

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