Flüchtlinge
Asyl: In den Ostallgäuer Heimen könnte es wieder enger werden

Seit vier Wochen lebt ein 26-jähriger Syrer auf dem Grundstück der evangelischen Johannes-Gemeinde in Marktoberdorf. Er genießt dort Kirchenasyl, sollte eigentlich nach Italien abgeschoben werden. Es gehe ihm gut, sagt Pfarrer Klaus Dinkel. <%IMG id='1603443' title='Unterkunft für Asylbewerber in Marktoberdorf'%>

Noch einige Wochen muss er ausharren, bis er nicht mehr unter das Dublin-Verfahren fällt und sein Asylantrag in Deutschland bearbeitet wird. Dann könnte es durchaus sein, dass er in eine der Flüchtlingsheime umzieht, die der Landkreis unterhält.

Denn viele Plätze stehen leer, seitdem die Zahl der Flüchtlinge gesunken ist. Diese Plätze sind es aber auch, die demnächst wieder gut belegt sein könnten. Es war vor fast genau einem Jahr, als Flüchtlinge in großer Zahl ins Ostallgäu strömten. Busseweise wurden sie unter anderem zum Gymnasium Marktoberdorf als Aufnahmelager kutschiert.

Inzwischen werden immer weniger Flüchtlinge dem Ostallgäu zugewiesen, sagt Ralf Kinkel vom Landratsamt: 'Wochenweise ist niemand gekommen, vor zwei Wochen war es dann wieder eine elfköpfige Familie.' Derzeit leben auch anerkannte Asylbewerber in den Unterkünften.

Normalerweise müssen sie diese nach Abschluss ihres Verfahrens verlassen. Doch im Ostallgäu ist der Markt von für sie bezahlbarem Wohnraum leergefegt. Deshalb bleiben sie übergangsweise dort. Es könnte jedoch sein, dass sie ihre Betten räumen müssen.

Das, so Kinkel, hängt mit dem von der Bundesregierung verabschiedeten Integrationsgesetz zusammen. Es soll die Eingliederung der Flüchtlinge durch mehr Angebote an Integrationskursen, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten erleichtern.

Doch ein Passus in dem Gesetz hat es in sich: die Wohnsitzregelung. Darin heißt es: 'Ein wesentlicher Punkt (bei der Integration) ist die Frage, wo jemand lebt. Darum kann Asylbewerbern künftig ein Wohnort zugewiesen werden.

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