Arbeitsmarkt
Arbeitsmarkt nun fest im Griff des Winters

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Der Winter schlägt nun erwartungsgemäß auf den Marktoberdorfer Arbeitsmarkt durch: Die Erwerbslosenquote stieg im Januar auf 3,2 Prozent. Im Dezember hatte sie noch bei 2,7 Prozent gelegen. Das bedeutet, dass im Januar insgesamt 833 Menschen in Marktoberdorf und Umgebung ohne Arbeit waren - 135 mehr als noch im Dezember (698). Im Januar des Vorjahres lag die Quote noch bei 4,0 Prozent.

Überraschend kommt dieser Anstieg jedoch nicht. In den «Außenberufen» geht im kalten Januar eben nicht besonders viel. «Diese Entlassungen kommen ganz traditionell im Januar», sagt Erika Weber, Leiterin der Marktoberdorfer Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit. «Im Dezember haben viele Arbeitnehmer noch Überstunden oder Urlaub abgebaut.» Viele könnten allerdings mit einer Wiedereinstellung bei verbesserter Auftragslage rechnen.

Trotz des verhältnismäßig kräftigen Anstiegs der Arbeitslosenzahl wird es Weber nicht bange: «Konjunkturell gesehen ist keinerlei Schwäche erkennbar», sagt sie. Marktoberdorf und sein Arbeitsmarkt stünden immer noch «sehr gut» da. Für Februar rechnet Weber jedoch noch mit einem weiteren saisonal bedingten Anstieg der Quote. Spätestens im April sollte die Zahl der Erwerbslosen aber wieder «spürbar sinken», meint sie.

Auch für das restliche Jahr verdichten sich laut Weber die Anzeichen auf einen positiven Verlauf.

Die Zahl der offenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt in und um Marktoberdorf hat sich im Gegensatz zur Erwerbslosenquote dagegen kaum verändert: Waren im Dezember vergangenen Jahres 122 Stellen gemeldet, sind es im Januar 121 gewesen. Wie immer kommen diese Stellenangebote aus «allen möglichen Branchen», so Weber.

Fokus auf Geringqualifizierte

An diese Stellen zu kommen, ist für viele Menschen kein größeres Problem, vorausgesetzt sie haben die passende Qualifikation. Von den 833 Arbeitslosen im mittleren Landkreis besitzen jedoch 112 Menschen keinerlei Berufsausbildung.

Um diese Arbeitslosen kümmert sich die Agentur für Arbeit seit vergangenem Jahr nun verstärkt, denn laut Statistiken finden Geringqualifizierte immer weniger Jobs. «Der Trend bleibt bestehen: Sie finden ohne Abschluss keine Arbeit», sagt Weber. Daher hat die Agentur mehrere Programme aufgelegt, die jenen Menschen eine höhere Qualifikation verschaffen soll. «Das wird uns auch noch die kommenden Jahre beschäftigen», ist Weber sicher.

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