Statistik
Arbeitslosenzahl im Raum Marktoberdorf sinkt weiter

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Der Arbeitsmarkt im mittleren Ostallgäu entwickelte sich im Mai weiter positiv. Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,2 Punkte und lag nun bei 2,4 Prozent. Dies entspricht 616 Menschen ohne Arbeit. Besonders erfreulich ist, dass diese Zahl um ein Viertel niedriger liegt, als vor einem Jahr (817 Arbeitslose). Die Quote lag im Mai 2010 bei 3,2 Prozent.

Die Beschäftigten, die über den Winter arbeitslos waren, seien praktisch alle wieder in einem Arbeitsverhältnis, berichtet Johann Osterried, stellvertretender Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle in Marktoberdorf. Gleichzeitig sind wie im Vormonat 149 offene Stellen für den mittleren Landkreis bei der Arbeitsagentur gemeldet. Vor allem der Metallbau mit vielen kleinen und mittleren Betrieben suche Fachkräfte, berichtet Osterried. Bedauerlich sei aber, dass es bei Büroberufen und im Verkauf weiterhin wenig Stellen gibt. Vor allem Frauen suchten zudem oft vergeblich eine Teilzeitstelle.

Der Rückgang bei der Zahl der Arbeitssuchenden betrifft beide Gruppen von Empfängern staatlicher Leistungen unterschiedlich stark. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld 1 ging von 387 (April) auf 341 zurück, die Zahl der Hartz IV-Empfänger reduzierte sich von 281 auf 275. Froh ist Osterried, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen (über 50 Jahre) mit 214 nahezu unverändert blieb.

Den Spitzenplatz im Bereich der Arbeitsagentur Kempten teilt sich die Geschäftsstelle Marktoberdorf mit Lindau, das ebenfalls eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent aufweist. Die Nachbargeschäftsstelle in Füssen liegt bei 3,6 Prozent, Kaufbeuren (mit dem nördlichen Ostallgäu) gar bei 3,9 Prozent.

Im Landkreis 1900 Arbeitslose

Interessant ist auch der Blick auf die Landkreiszahlen: Im gesamten Ostallgäu liegt die Arbeitslosenquote mit 1900 Betroffenen aktuell bei 2,7 Prozent. Davon entfallen 777 Gemeldete auf das Jobcenter (Hartz IV) und 1123 auf die Arbeitsagentur. In der Stadt Kaufbeuren errechnet sich bei 1254 Arbeitslosen eine Quote von 5,6 Prozent. Dort ist mit 794 Hartz-IV-Empfängern und 460 Kunden der Arbeitsagentur auch die Gewichtung dieser Segmente des Arbeitsmarktes umgedreht.

Das Ostallgäu hat aber durchaus Nachbarlandkreise, die noch niedrigere Arbeitslosenquoten aufweisen: Das Unterallgäu liegt bei 1,9 Prozent, der Landkreis Weilheim-Schongau bei 2,5 Prozent. Mit 3,1 Prozent schneidet allerdings das Oberallgäu schlechter ab.

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