Moorschutz
Allgäuer Moorallianz rät, auf Torf im Beet zu verzichten

Beim Lichtmesstreffen des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege im Gasthof Vogler, Leuterschach, wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. Lediglich Schriftführer Hartmut Stauder stand nach über 30 Jahren für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Als Beisitzer bleibt er aber weiter Mitglied im Vorstand. Wichtiges Thema war der Verzicht auf Torf im Garten, um die Moore zu schützen.

Simone Reylaender von der Allgäuer Moorallianz erläuterte den Vorständen der 58 Ostallgäuer Gartenbauvereine die Arbeit dieser Allianz. Die Allgäuer Moore seien einzigartige Lebensräume von internationaler Bedeutung nicht nur für den Arten-, sondern vor allem auch für den Klima- und Hochwasserschutz.

Wegen seiner hohen Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist Torf auch als Gartenerde sehr beliebt. An die Gärtner appellierte sie, auf Torf zu verzichten und als Alternative Komposterden zu verwenden.

Allein in Bayern, so Reylaender, stammen rund acht Prozent der durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen aus drainierten Mooren. Intakte Moore aber speichern sechsmal so viel Bodenkohlenstoff wie der Wald.

Reylaender empfahl, beim Einkauf auf torffreie Substrate und auf das RAL-Gütesiegel für Komposterden zu achten sowie auf exotische Pflanzen wie Rhododendren zu verzichten.

Projektpartner für 'torffrei gärtnern' gesucht

Außerdem sucht die Moorallianz für ihre Kampagne 'torffrei gärtnern' Projektpartner für den Austausch von Erfahrungen mit Ersatzsubstraten, für Empfehlungen und innovative Ideen sowie Partnerbetriebe für die Entwicklung und Vermarktung von Gartenerden ohne Torf.

In seinem Rückblick auf das abgelaufene Jahr erinnerte Vorsitzender Kaspar Rager unter anderem an vier Vorstandssitzungen, an die Gartenpflegerfortbildung, eine Wallfahrt nach Berghof/Buching sowie eine Fahrt nach Lindau. Grüne Erlebnisräume wurde bewertet und die Siegerehrung im Wettbewerb durchgeführt.

Der Tag der offenen Gartentür sei wieder sehr gelungen gewesen. Im Dezember gratulierte die Vorstandschaft dem Ehrenvorsitzenden Johannes Hofmann zum 80. Geburtstag.

In launigen Worten trug Schatzmeisterin Elfriede Abele ihren Bericht vor. Ihr wurde eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt. Beim Jahresprogramm 2012 wies Hartmut Stauder insbesondere auf eine Reise Ende Mai zu den Gärten in Englands Süden hin. Er appellierte, sich wieder stärker am Blumenschmuckwettbewerb zu beteiligen.

Aus der Versammlung wurde vorgeschlagen, aufgrund der sich ändernden Gartenkultur die Kriterien für diesen Wettbewerb zu überarbeiten. Es gebe kaum noch Gärten mit hohem Baumbestand oder großen Gemüsebereichen.

Zum Schluss begrüßte Vorsitzender Rager noch die im vergangenen Jahr neu gewählten Vorstände der Gartenbauvereine Baisweil, Bronnen, Pforzen, Untrasried und Ingenried. Blumen erhielten Josef Hiemer für 15 Jahre, Anton Dietrich für 25 Jahre und Irmgard Bracht für 30 Jahre Tätigkeit als Gartenbauvereinsvorsitzende.

Mit der Silbernadel des Bezirksverbands wurde Werner Ruthland ausgezeichnet.

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