Aktionskreis
Aktionskreis: Xaver Martin engagiert sich für die Marktoberdorfer Geschäftswelt

Marktoberdorf ist für Xaver Martin 'echt Heimat'. Hier hat der 36-Jährige – wie könnte es anders sein – Martinskindergarten, Martinsschule und Gymnasium besucht. Hier führt er sein Modegeschäft, das er 2004 von seinem Vater übernahm. Hier, nur fünf Minuten Fußweg von seinem Geschäft weg, lebt er mit seiner Frau, einer gelernten Krankenschwester aus Kaufbeuren, und seinen Söhnen Sebastian (fünf) und Maximilian (acht).

Frau und Kinder sind dem ehemaligen Vorsitzenden des Aktionskreises, der Werbegemeinschaft hiesiger Einzelhändler, wichtig: 'Meine wenige Freizeit widme ich der Familie', sagt er. Was ein Grund dafür ist, dass man ihn als Privatmann wenig zu Gesicht bekommt. Auch sein Hobby Motorradfahren ruht 'wegen des Zeit- und Risikofaktors' zugunsten der Familie.

'Das habe ich so entschieden', sagt er mit Nachdruck. Obwohl höflich und zurückhaltend, lässt Martin keinen Zweifel daran, dass er die Entscheidungen trifft, auch im Geschäft, wo seine Frau, seine Schwester und seine Mutter mitarbeiten: 'Ich bin alleiniger Geschäftsführer', erklärt er.

'Hauptsache raus'

Für die Freizeit mit der Familie gelte die Devise 'Hauptsache raus', so Martin: 'Den wunderbaren Bergblick, den meine Eltern von Burk haben, genieße ich seit 36 Jahren.' Die Bäche bei Burk, die Wälder, das Unterholz hat er schon als Kind durchstreift. 'Alte Klamotten anziehen und möglichst schmutzig wiederkommen': Das tun seine Jungs jetzt auch am liebsten, sagt er.

In Marktoberdorf und Umgebung ist er verwurzelt: 'Deshalb habe ich als Bürger, aber auch als Geschäftsinhaber ein Interesse, dass die Dinge hier vorankommen.' Deshalb engagiert er sich im Aktionskreis, den er bis vor kurzem leitete. Die gelungenste Neuerung unter seiner Ägide ab 2003 sei sicher der Sternenbummel, die Einkaufsnacht bei Kerzenschein.

In seine Zeit als Vorstand fällt auch das Ende des Schnäppchenmarktes: 'Das Abebben der Besucher und das nachlassende Händlerinteresse bedingten sich gegenseitig', so Martin. 'Wir wollten den Markt nicht mit Gewalt am Leben erhalten.'

Zudem wurde die Losaktion modifiziert, die Zahl der Gewinner erhöht. Und statt der Ziehung nummerierter Lose, die laut Martin zu 'riesigen Zahlenkolonnen' führten, wurden die Gewinnkarten eingeführt. Er sei stolz auf den Einzelhandel, der sich die Aktion jährlich über 30 000 Euro kosten lasse.

Eine Sache bedauert er aber: Dass es nicht gelungen sei, die mittäglichen Schließzeiten der Geschäfte zu vereinheitlichen. Ein Laden mache um 13.30 wieder auf, einer um 14 Uhr, andere erst um 14.30. Er verstehe, dass nicht jeder durchgehend öffnen will. Aber das Durcheinander sei nicht kundenfreundlich.

Lob richtet Martin an seinen Nachfolger Manfred Brandt. Dieser sei schon beim Weihnachtsmarkt 'dankenswerterweise' eingesprungen, als Franz-Josef Fendt als Organisator aufhörte. Jetzt sei er dankbar, dass Brandt und seine neuen Vorstandskollegen beim Aktionskreis Verantwortung übernähmen. Ansonsten wäre es schwer geworden, diesen am Leben zu erhalten. Martin wird nicht müde, das Engagement seiner Mitstreiter Thorsten Lipp, Herbert Kauer und Andreas Wachter beim Aktionskreis zu loben.

Zudem habe er von Peter Herbst Unterstützung erfahren.

Jetzt, da er beim Aktionskreis kürzer tritt, will sich Martin noch stärker seinem Geschäft widmen, das er bereits dreimal umgebaut beziehungsweise erweitert hat. 'Jetzt kann da wieder etwas passieren', verrät Martin und grinst schelmisch. Um das Haus fortzuführen, müsse man es 'weiterentwickeln'. Immerhin sei es ein Geschäft in seiner Heimatstadt. 'Und damit bin ich sehr verwurzelt', sagt er.

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