Modeon
Abi 2011: 107 Abiturienten verabschiedet

Mit dem «Halleluja» aus Händels Messias begrüßten Sinfonieorchester und Vokalensemble des Gymnasiums Marktoberdorf ihre 107 Abiturienten im Modeon. Bei diesen handelte es sich um die erste Hälfte des doppelten Abijahrgangs 2011 und um die letzten Abiturienten, die das neunjährige Gymnasium (G9) absolviert haben. 30 davon erreichten die Eins vor dem Komma. Die Besten waren: Florian Schweiger (1,0), Johanna Keppeler (1,1) und Andreas Schmid (1,2). Alle drei erhielten von Rotary-Präsident Manfred Hild 100 Euro.

«Halleluja - endlich geschafft» dürfen sich diese denken, sagte Schulleiter Willi Mooser, angesichts der Verunsicherung, der sie schon seit ihrem Eintritt ins Gymnasium 2002 ausgesetzt waren, als die «oberste (bayerische) Admiralität» das G8 überraschend und ohne Mitspracherecht und Zeit zur Anpassung eingeführt habe. Um so bemerkenswerter sei es, meinte «Schiffskapitän» Mooser in seiner launigen Rede, dass alle 107 Abiturienten die Prüfungen bestanden und damit die Hochschulreife erreicht haben.

Der Abiturjahrgang sei ja auch mit dem Rücken zur Wand gestanden: «Wiederholen wäre nur erschwert möglich gewesen», so der Schulleiter.

Aber der Glaube habe letztlich Berge versetzt, Fleiß, Begabung, Mannschaftsgeist und engagierte Eltern, «wundertätige Kräfte» der Lehrer (und zusätzliche Leistungserhebungen) hätten dazu beigetragen, dass die Abiturienten «keinen Schiffbruch» erlitten, so Mooser - obwohl sich diese selbst das Motto «Abitanic» gaben. Besser als die Titanic gefalle ihm der Vergleich des Abiturjahrgangs mit der Arche Noah. Nun, das Ufer in Sicht, gelte es für die Abiturienten, das Ruder des Lebens in die eigenen Hände zu nehmen, betonte der Schulleiter, und dabei, wenn nötig, auch mal «das Ruder herumzureißen» und gegen den Wind zu segeln.

Die damit - bei Studien- oder Ausbildungsplatzsuche - nicht zuletzt wegen des Doppeljahrgangs verbundenen Ängste rissen Rupert Filser und Lucia Golda an, die für die Abiturienten sprachen. Auch sie lobten den Teamgeist ihres Jahrgangs und bedankten sich beim Hausmeisterehepaar Andi und Helga Pfanner und der Schulleitung.

Dank richteten Schulleiter wie Abiturienten zudem an Eltern, Oberstufenbetreuer Andreas «Papa» Wachter sowie an Schulsekretärin Cornelia Thanner. Letztere erhielt Blumen. Auch Musiklehrer Stefan Wolitz wurde mit einem Präsent bedacht. Elternbeirat Norbert Golda verknüpfte seine Glückwünsche an die Abiturienten mit dem Appell, dass diese ihre Begabungen nicht verkümmern lassen und «das Streben nach Geld» nun nicht zum wichtigsten Leitziel werden sollte.

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