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50. Gaudiwurm in Marktoberdorf: Rund 40.000 Zuschauer säumen die Straßen

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Es hoppelt, hüpft, rennt und kreucht allüberall. Noch eine halbe Stunde bis zum Start des Jubiläums-Gaudiwurm. Kaum ist man eingetaucht in die Massen, umgeben einen Hasen, Kühe, Enten, Zebras, Löwen und anderes Getier. Das Ganzkörpertierkostüm ist heuer definitiv angesagt – wie sich auch später noch zeigen wird. Kuschelig und warm.

Gern im Rudel präsentiert. Es ist sozusagen tierisch was los in der Stadt. Kurz nach 13 Uhr in der Jahnstraße. Die Wagen nehmen Aufstellung. Auf einer Mauer stehen drei Fläschchen kleiner Feiglinge und eine Sektflasche – alle leer. Eine Frau umarmt einen Polizisten.

13.29 Uhr: Fasnachts-Präsidentin Claudia Bestler zählt die letzten zehn Sekunden gemeinsam mit den Zuschauern runter. Und um punkt halb zwei setzt sich der Gaudiwurm zum 50. Mal in Bewegung. Begleitet von begeisterten 'Hee Du, Hee'-Rufen.

Rund 40.000 Zuschauer säumen laut Polizei die Straßen – mehr als im Vorjahr. Was auch am Wetter liegen mag. Denn das hält, obwohl die Prognosen durchaus wackelig waren. Die Fasnachts-Fans sehen bei der Jubiläums-Gaudi wieder etliche extrem aufwendig gestaltete Wagen: Die Hüttenfreunde Lengenwang sind zum Beispiel als Hüttencowboys unterwegs mit einem eigenen Rodeo-Bock. Steadar und Hofar Hütte begeistern mit einem Traumschiff.

Und die Leuterschacher Agenten sind mit einem riesigen Biber dabei. Überhaupt Tiere: Im großen Wurm tummeln sich auch wilde Küken, Krähen, Störche, Hasen, Fische und Kühe. Thematisch spielt die Bundespolitik bei den 64 Zugnummern kaum eine Rolle (Ausnahme: die Faschingsfreunde Schwabsoien mit ihrem Politik-Kasperltheater), es sind eher lokale Aufreger, die aufs Korn genommen werden. Der Bürgerentscheid über die Bahnunterführung in Aitrang ist gleich zwei Mal Thema (Sportfreunde Aitrang und Freiwillige Feuerwehr Huttenwang).

Lokalpolitisch bleibt Marktoberdorf außen vor. Dafür gibt es einiges zu feiern: 50 Jahre Hee-Du-Hee von MSC Marktoberdorf, Stadtkapelle und Trachtenverein. Die Jubilare haben sich dafür selbst als Geschenke verpackt. Fasnachts-Präsidentin Claudia Bestler spricht hinterher von einem 'ganz tollen, bunten Umzug' und einer 'super Stimmung, die einem Jubiläum angemessen war'.

Zufrieden ist auch Polizei-Chef Alfred Immerz: Keine Vorkommnisse während Umzugs. Allerdings muss die Polizei bis 17.15 Uhr bereits drei Mal wegen stark betrunkener Jugendlicher ausrücken. Einer von ihnen muss sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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