Gaudiwurm
30000 Zuschauer verfolgen närrisches Treiben in Marktoberdorf

Die kleine Raupe Nimmersatt aus Lengenwang frisst sich durch Marktoberdorf, dioxinfreie Stöttener Moorhühner legen ihre gesunden Eier und Hopfener Affen hängen hoch oben in den Palmen. Hört sich fast wie eine Szene aus dem Zoo an, ist aber nichts Geringeres als ein Ausschnitt aus dem 45. Oberdorfer Gaudiwurm, den gestern rund 30000 Zuschauer (nach Angaben des Veranstalters) unter «Hee, Duu, hee-Rufen» bestaunten und beklatschten.

Einer war jedoch nicht gekommen: Weder unter Zuschauer noch Teilnehmer hatte sich Karl-Theodor zu Guttenberg gemischt. Zu aktuell sei dieses Thema für die Bauer der Faschingswagen aufgekommen, erklärte dazu der Präsident der Oberdorfer Fasnacht, Gottlieb Wölfle. Doch jenseits des gefallenen Doktors hatte Wölfle eine << bunte Themenvielfalt und viele aufwendig gebaute Wagen >> gesehen. Gegen Stuttgart 21 begehrten zum Beispiel die Feuerwehrler und Bahnhofsschützer aus Huttenwang auf. Die << Hofer und Stettar Hütte >> dagegen hat den schwäbischen Bahnhof bereits ganz abgeschrieben: << Stuttgart ade, wir fahren am Auerberg, he, du, he. >>

<< Halle-luja >> für Geisenrieder Halle

Großen Bahnhof machten auch die Geisenrieder mit ihrer neuen Mehrzweckhalle. << Halle-luja >> jubelten Musikverein und Burschenverein im Chor, weil sie finden: << Die neue Halle ist der Hit, drum turnen auch die Engel mit. >> Artistisch schwebten die als Engelchen verkleideten Burschen auf ihrem Wagen denn auch hin und her.

Für einen Hingucker sorgte ebenso der TSV Bertoldshofen mit seinen blauen Avatariern. << Die waren am coolsten >>, befanden nach dem Umzug die Stöttenerin Steffi Scharpf (17) und Laura Kühme (12) aus Immenhofen. Laura, die ursprünglich aus Köln kommt, hat heuer zugunsten des Gaudiwurms extra auf den rheinischen Karneval verzichtet.

Bereut haben das Laura und ihre Mutter Andrea nicht: << Es ist familiärer hier und so nah dran ist man in Köln nicht >>, nennt Andrea Kühme die Vorzüge des Marktoberdorfer Umzugs.

Positiv war überdies, dass der Gaudiwurm << friedlich und fröhlich >> verlaufen sei, wie Klaus Wobst von der Marktoberdorfer Polizei sagte. Es seien keine Schlägereien gemeldet worden und Unfälle habe es ebensowenig gegeben.

Sieben BRK-Einsätze - ein eher ruhiger Nachmittag

Zudem habe die Leitung des Verkehrs ohne Probleme funktioniert, << vor allem dank des guten Einsatzes der Marktoberdorfer Feuerwehr >>, so Wobst.

Von einem eher ruhigen Nachmittag berichtete auch der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Sebastian Freidel: << Wir hatten sieben Einsätze, was im Verhältnis zur Zuschauerzahl sehr wenig ist. >>

Die Rettungssanitäter mussten ausschließlich bei Zuschauern des närrischen Umzugs aktiv werden, die zu viel Alkohol getrunken hatten. Zur weiteren Behandlung wurden die << blauen Narren >> dann ins Marktoberdorfer Krankenhaus gebracht.

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