Arbeitsmarkt
101 Arbeitslose weniger innerhalb eines Jahres in Marktoberdorf

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Die im bundesweiten Vergleich ohnehin schon sehr günstige Arbeitsmarktlage im mittleren Ostallgäu hat sich im März weiter verbessert. Zwar sind hier derzeit immer noch 670 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, doch sind dies 84 weniger als im Februar und 101 weniger als vor einem Jahr.

Damit sinkt die Arbeitslosenquote auf 2,6 Prozent und liegt so 0,4 Prozentpunkte unter der vor einem Jahr. Es ist die niedrigste Quote im gesamten Allgäu.

Schon seit längerem 'eine 2 vor dem Komma'

Allerdings ging die Arbeitslosigkeit im Raum Füssen (-16 %) und in Kaufbeuren (-14 %) stärker zurück als in Marktoberdorf (-13 %). Für Erika Weber, Leiterin der Marktoberdorfer Arbeitsagentur, ist dies allerdings kein Grund zur Sorge: Marktoberdorf habe seit April 2011 eine '2 vor dem Komma' und in diesem niederen Bereich werde eine weitere Absenkung der Quote immer schwieriger.

Ungefähr jeder achte Arbeitslose (87) gehört der Altersgruppe 15 bis 24 Jahre an, von sind 23 unter 20 Jahren. Mehr oder weniger konstant groß ist die Gruppe der Langzeitarbeitslosen, sie macht im Agenturbereich knapp ein Fünftel an der Gesamtzahl aus. 12 Prozent der Beschäftigungslosen sind Ausländer.

Ältere auf dem Arbeitsmarkt nicht chancenlos

Seit einiger Zeit lege die hiesige Agentur ihr Hauptaugenmerk auf die älteren Betroffenen, die gut ein Drittel der insgesamt 670 Arbeitslosen ausmachen, so Weber.

Für sie seien durchaus Chancen gegeben, wieder beruflich Fuß zu fassen, 'doch einfach ist das nicht', sieht sie es realistisch. Doch gebe es immer öfter Arbeitgeber, die diesen Menschen mit langer Berufserfahrung die Türen öffneten.

Der Rückgang bei den Arbeitslosmeldungen von 212 im Februar auf 157 im März spiegelt die verstärkte Kräftenachfrage wider. Fast 240 Frauen und Männer (Februar: 145) verabschiedeten sich im März aus der Arbeitslosigkeit. Die Hälfte davon fand einen neuen Job, 33 starteten eine Ausbildung oder eine andere berufliche Qualifizierung.

Agentur-Leiterin Weber erwartet für die Wochen nach Ostern noch 'einen größeren Schub' bei der Kräftenachfrage, denn im April ende erfahrungsgemäß für viele die saisonale Arbeitslosigkeit.

Seit Jahresbeginn meldeten Firmen und Verwaltungen aus Marktoberdorf und der Umgebung insgesamt annähernd 200 freie Stellen, 72 davon im März. Nun am Monatsende waren noch fast 240 Stellen unbesetzt.

Für Erika Weber zeigt die Gesamtsituation, dass Marktoberdorf einen 'sehr, sehr stabilen Arbeitsmarkt hat'. Das hänge auch mit dem guten Branchenmix zusammen.

Neben vielen Metallfirmen gebe es eine starke Baubranche, gute Kunststoffbetriebe, viel stabiles Handwerk und nicht zuletzt einen breiten Pflegebereich, der ständig Personal suche.

Zahl der Geringverdiener bleibt mit 2500 konstant

Nach Angaben von Herbert Mühlegg, Pressesprecher der Agentur für Arbeit in Kempten, die fürs ganze Allgäu zuständig ist, weist das mittlere Ostallgäu zunehmend mehr Arbeitsplätze auf. Seit Mitte 2009 hat hier die Zahl der sozialversicherungspflicht Beschäftigten (Voll- und Teilzeit) um rund 400 auf über 15 200 zugenommen.

Davon entfallen allein auf den Zeitraum Juni 2010/2011 annähernd 320. Die Zahl der Geringverdiener (400-Euro-Kräfte) liegt laut Mühlegg aktuell bei 2500. Sie sei seit längerem in etwa konstant.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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