Gericht
Verfahren eingestellt: Rentner bedroht Ehefrau

Es war nach Einschätzung aller Verfahrensbeteiligten eine 'Ausnahme-Situation', in der ein bis dato völlig unbescholtener Rentner(68) aus dem mittleren Landkreis im November 2013 gegenüber seiner Ehefrau ausgerastet war. Offenbar aus Verzweiflung über eine zunehmende Entfremdung erklärte er ihr, er werde sie und sich im Fall eines endgültigen Scheiterns der Beziehung umbringen.

Diese Äußerung räumte er jetzt vor dem Kaufbeurer Amtsgericht ein. Er bestritt aber entschieden, dass er seiner Frau damals auch noch ein Elektrokabel samt Stecker gegen die Schläfe geschlagen hatte. Dies hatte die 63-Jährige bei der Polizei angegeben. Weil sie vor Gericht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht als nahe Angehörige Gebrauch machte, ließ sich der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung nicht beweisen.

Bezüglich der vom Angeklagten eingestandenen Bedrohung ging der Staatsanwalt von einem geringen Verschulden aus und beantragte eine Verfahrenseinstellung ohne Auflagen. Angesichts der Gesamtumstände wollte auch die Richterin 'nicht päpstlicher sein, als der Papst' und entsprach dem Antrag.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 03.07.2015.

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