Heimatreporter-Beitrag
Eine Kunstgalerie auch als Ort zum Gespräch über "Gott und die Welt"

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Europa ist ein Kontinent, dessen Staaten mehrheitlich besonders eng zusammengerückt sind. Europa ist auch ein Kontinent, der mit seinen Nachbarkontinenten Asien und Afrika auf dem Landweg verbunden ist. Verbundenheit ist bereits geographisch vorgegeben - einerseits. Andererseits macht eine solche enge Nachbarschaft entspannte Freundschaft auch schwieriger als in der Distanz über ein großes Meer. Die Spannung aus Nähe und Distanz erleben wir in Europa besonders deutlich.

Was hat das mit einer Kunstgalerie zu tun? Viel! Bildende Kunst ist seit Generationen ein Ausdruck des Lebens, der über Landes- und Kontinental-Grenzen hinweg verbindet - so wie auch die Musik. Und das in Zeiten der Globalisierung um so mehr. Bildende Kunst ist aber auch etwas, das weniger leicht in eine digitale Datei verpackt und global verfügbar gemacht werden kann. Eine Skulptur kann zwar auch im Digital-Drucker reproduziert werden - das Ergebnis ist dann aber in keinem Fall der Dolomit-Stein oder Granit-Block aus der Bregenzer Aach sondern dessen Abformung in Kunststoff.

So hat eine Kunstgalerie die Chance ein Ort zu sein, der Nähe und Vertrautheit mit Weite in kultureller, räumlicher und zeitlicher Hinsicht zusammenbringt. Das ist Teil des Programms in der neu eröffneten Kunstgalerie peregrinus in Scheidegg, die als gemeinnützige Einrichtung Menschen untereinander und mit zeitgenössischen Künstlern und zeitgenössischer Kunst ins Gespräch bringen will. Der Name peregrinus - der Pilger - bringt das auch zum Asudruck. Während der laufenden Ausstellung "WA S S E R . B AUM" mit Landschaftsimpressionen in Pastellkreide von Gabriele Glang und Holz- wie auch Stein-Skulpturen von Harmut Väth (beide aus Geislingen) wird am 15. Januar um 19 Uhr ein Gesprächsabend zum Thema "Europa, die EU und ich" stattfinden, der einen Raum für die ganz persönliche Sicht auch im Hinblick auf die EU-Wahl im Mai schaffen soll.

Ferner gibt es eine Finissage am 26. Januar um 16 Uhr, in der die Berliner Cellistin Julia Bilat zu den Kunstwerken improvisieren wird. Zu beiden Veranstaltungen ist jedermann herzlich eigeladen - der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann "zum Wunschtermin" - nach telefonischer Anmeldung - besichtigt werden: Hitzenbühl 9, 88175 Scheidegg, Tel: 01 57–76 08 81 45 und 01 52-52 47 63 20.
www.galerie-pergerinus.de

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