Mountainbike
Westallgäuer sind deutsche Hobbymeister im Mountainbiken

Abseits der Profiwettbewerbe, die bereits im Juli ausgetragen wurden, kämpften in Bad Salzdetfurth die Hobbyfahrer um die deutsche Meisterschaft. Manfred Reis aus Niederstaufen und Ingo Krüger aus Gestratz konnten in ihren Altersklassen gewinnen.

Als Hobbyfahrer werden diejenigen Fahrer bezeichnet, die keine offzielle Lizenz beim BDR (Bund Deutscher Radfahrer) gelöst haben. Aufgrund der Folgen seines Motorradunfalls im vergangenen Jahr fällt heuer auch der Niederstaufener Manfred Reis, der bereits im Profibereich den Titel einfahren konnte, in diese Kategorie. 'Ich bin eigentlich gar nicht für irgendeine Platzierung an den Start gegangen', erzählt der 21-Jährige.

'Ich wollte nur testen, wie belastbar meine Schulter unter Wettkampfbedingungen ist.' Dass er in der Altersklasse U23 den deutschen Meistertitel einfahren würde, hatte er nicht erwartet: Fünf Runden über eine Strecke von 3,4 Kilometern mit über 130 Höhenmetern galt es zu absolvieren. Reis konnte nach einer Rennzeit von knapp 53 Minuten auf einen großen Vorsprung von zwei Minuten zum Zweitplatzierten blicken.

'Das zweite DM-Trikot an der Wand ist super. Aber noch wichtiger ist mir, dass mich meine Schulter in keinster Weise mehr bei Fahrten im Gelände einschränkt', bilanziert der Fahrer des TSV Niederstaufen Team Zweirad Schubert Allgäu Power. 'Jetzt kann mein Comeback endlich starten', freut sich Reis.

Der Bundestrainer ging gleich einen Schritt weiter und sicherte Reis durch die Blume einen Platz im Team für die kommende Saison zu.

Der zweite Starter aus dem Westallgäu, der mit einem Titel die Heimreise antreten konnte, Ingo Krüger vom Team Radsport Greiner, startete in der Kategorie Senioren II, die eine Runde weniger als die U23 Fahrer zu bestreiten hatten.

Eine Minute Vorsprung

Vom Start weg setzte sich Krüger an die Spitze des Feldes. An den steilen Anstiegen konnte jedoch der Zweitplatzierte Runde um Runde einige Meter gut machen, die Krüger in den technisch anspruchsvollen Passagen wieder wettmachen konnte.

In der letzten Runde war der Vorsprung des Westallgäuers jedoch so groß, dass er einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegenfuhr. In der Endabrechnung steht sogar eine ganze Minute Vorsprung zu Buche. 'Es war schön, dass endlich mal alle Fahrer in meinem Alter waren und ich mich nicht immer mit jüngeren messen musste', sagt Krüger nach dem Rennen schmunzelnd.

Sein Teamkollege Sebastian Düweling verpasste in der Altersklasse Senioren I nur knapp das Podest: Er beendete das Rennen auf dem vierten Rang.

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