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Trainer des Drittligisten 1. FC Heidenheim kündigt bestmöglichen Kader für Spiel gegen Weiler an

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Für den FV Rot-Weiß Weiler ist es das «Spiel des Jahres»: Der Landesligist empfängt in der dritten Runde des WFV-Pokals den Drittligisten 1. FC Heidenheim. Das Heimspiel gegen die Profis wird am morgigen Mittwoch um 17.30 Uhr angepfiffen. Wir haben im Vorfeld mit FC-Trainer Frank Schmidt (37) gesprochen, der seit September 2007 an der Seitenlinie der Heidenheimer steht und als Spieler unter anderem für Alemannia Aachen in der 2. Bundesliga verteidigt hat.

Herr Schmidt, was sagt Ihnen der Name Rene Cientanni?

Frank Schmidt: Keine Ahnung. Ist das ein Stürmer von Weiler? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht

Er ist einer der Top-Torjäger der Landesliga, hat 54 Tore in den letzten zwei Jahren erzielt. Am Samstag hat er schon wieder zweimal getroffen

Schmidt: beim 4:1-Sieg!

Sie sind gut informiert.

Schmidt: Wir haben Weiler zwar nicht beobachtet, weil schon das Tagesgeschäft in der 3. Liga einen unheimlich großen Aufwand für uns bedeutet, aber über das Ergebnis habe ich mich schon informiert. Bis Mittwoch werden wir dann alle Informationen über Weiler zusammentragen, die für uns wichtig sind.

Welchen Stellenwert hat der WFV-Pokal für einen Drittligisten?

Schmidt: Wir haben den Pokal letztes Jahr geholt und uns dadurch für den DFB-Pokal qualifiziert. Für den Verein ist das eine Rieseneinnahmequelle, zumal wir erst ein neues Stadion gebaut haben. Aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen ist der WFV-Pokal wichtig - er ist auch ein Titel, den wir in den vergangenen fünf Jahren zweimal geholt haben.

Sie müssen also auch als Drittligist den WFV-Pokal holen, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren?

Schmidt: Nicht zwingend. Auch die ersten Vier der 3. Liga spielen im DFB-Pokal. Wir haben also zwei Chancen.

Werden Sie morgen gegen Weiler in Bestbesetzung antreten?

Schmidt: Wir werden mit allen Spielern kommen, die einsetzbar sind. Aber da es für uns die fünfte englische Woche in Folge ist und wir einige Rekonvaleszenten haben, werden wir nicht mit der gleichen Mannschaft spielen wie zuletzt in der Liga. Wir werden aber auch nicht auf Spieler der 2. Mannschaft zurückgreifen - und die Spieler, die auflaufen, werden auch brennen. Denn auch ein Pokalspiel gegen einen Landesligisten bietet die Möglichkeit, sich für die Liga in die Stammelf zu spielen - oder aber sich aus der Mannschaft zu spielen.

Zwischen beiden Mannschaften liegen vier Spielklassen. Heidenheim spielt und trainiert unter Profibedingungen, selbst Ihre 2. Mannschaft spielt eine Liga über den FV Rot-Weiß Weiler. Sie sind klarer Favorit.

Schmidt: Und diese Rolle nehmen wir auch an.

Als Sie Werder Bremen mit 2:1 aus dem DFB-Pokal gekegelt hatten, schrieben Sie bundesweit erfreuliche Schlagzeilen. In der zweiten Runde wartet mit Borussia Mönchengladbach wieder ein Bundesligist, Heidenheim ist krasser Außenseiter. In Weiler wartet << nur >> ein Landesligist, Sie sind klarer Favorit. Welche Rolle liegt Ihnen besser?

Schmidt: Das kann man so pauschal nicht sagen. Wir haben auch vor dem Spiel gegen Bremen gesagt, dass wir gewinnen wollen. Egal, wie der Gegner heißt - Halbgas gibt es nicht. Gegen Weiler erwarte ich, dass meine Mannschaft in allen Bereichen zeigt, dass sie dem Gegner überlegen ist.

Sie waren vor einigen Wochen bereits im Trainingslager in Weiler, haben also in dem Stadion trainiert, in dem morgen gespielt wird. Wie kam der Kontakt hierher zustande?

Schmidt: Unser damaliger Teammanager hatte den Auftrag, einen Trainingsort im Allgäu zu suchen. Über das Hotel Tannenhof sind wir auf Weiler aufmerksam geworden. Wir sprechen intern sogar vom << Geist von Weiler >>, weil es uns hier sehr gut gefallen hat, die Leute vom Fußballverein, mit denen wir zu tun hatten, haben uns fast jeden Wunsch erfüllt. Deshalb haben wir uns riesig gefreut, als es hieß, dass wir wieder in Weiler spielen dürfen.

Vor sechs Jahren gewann Heidenheim als damaliger Oberligist im WFV-Pokal souverän mit 8:0 in Weiler.

Schmidt: Damals habe ich selbst noch gespielt. Mein Co-Trainer hat zwei oder drei Tore geschossen und ich durfte mich glaub auch in die Torschützenliste eintragen. Auch damals waren wir Favorit, aber als es am Anfang noch ausgeglichen war, war die Atmosphäre extrem hitzig auf dem Platz, der recht klein wirkt, weil er zwischen den Häusern steht. Ich wünsche mir, dass am Mittwoch auch viele Zuschauer kommen, damit wir echte Pokal-Atmosphäre haben.

Und wie gehts aus?

Schmidt: Ich bin bekannt dafür, dass ich keine Tipps abgebe. Aber ich fordere von meiner Mannschaft das Weiterkommen - möglichst ohne Elfmeterschießen wie gegen Balingen, als wir fast schon draußen waren.

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