Fußball
Tabellenführer sucht neuen Torhüter

Spannend wird es ab März 2011 allemal: Vor der Winterpause hat sich in der Kreisliga A kein Team schon soweit absetzen können, dass die Meisterschaft bereits in greifbarer Nähe wäre. Zwar führt der FV Rot-Weiß Weiler II mit 29 Punkten die Tabelle überraschend an, doch der TSV Heimenkirch (3.) und der FC Lindenberg (4.) liegen in Lauerstellung. Für den SV Maierhöfen-Grünenbach (7.) und den FC Scheidegg (9.) gilt es, Boden gutzumachen.

Peter Alber, der Trainer des seit zwölf Partien ungeschlagenen Tabellenführers FV Rot-Weiß Weiler II attestiert seinen Spielern nach dem Durchhänger zu Saisonbeginn eine sehr gute Vorrunde. Immerhin gehen die Kicker aus dem Rothachtal erstmals seit der Saison 1999/2000 wieder als Tabellenführer in die Winterpause. Zudem sind sie das beste Auswärtsteam der Liga und haben mit 37 erzielten Toren den besten Angriff. Der Erfolg fiel den Rot-Weißen aber nicht so einfach vor die Schienbeinschützer. Peter Alber: «Wir haben die Koordination zwischen der Ersten, der Zweiten und der Jugend sehr gut hinbekommen - das war sicherlich ein ausschlaggebender Punkt.» Um aber die Tabellenführung dauerhaft zu sichern, wünscht sich Alber noch ein oder zwei Spieler sowie einen talentierten, jungen Torhüter als Verstärkung: «Andi Hanes Doppelschichten sind auf Dauer nicht machbar.

» Eine Lanze bricht Alber für Dominic Snelinski, Andreas Hehle und Christian Meißle: «Die drei setzen meine Fußball-Philosophie optimal um.»

Huckenbeck zufrieden

«Obwohl wir vom Verletzungspech wahrlich nicht verschont geblieben sind, bin mit dem bisherigen Saisonverlauf rundum zufrieden.» Fredy Huckenbeck, der Trainer des TSV Heimenkirch, schickte während der Vorrunde wohl das jüngste Team aller heimischen Klubs ins fußballerische Schlachtgetümmel. «Teilweise lag unser Durchschnittsalter sogar unter 21 Jahren. Aber genau diesem Team gehört die Zukunft. Das sind lernwillige Spieler, die die Trainervorgaben jedes Mal aufs Neue verinnerlichen», schwärmt der Coach - trotz eines gewissen jugendlichen Leichtsinns - von seinen Burschen. Einer, der mithilft, den Laden zusammenzuhalten, ist Torhüter und Kapitän Benjamin Limberger.

Er ist laut Huckenbeck «nicht nur auf sondern auch neben dem Platz eine ganz wichtige Person. Als Trainer kannst du dir so einen Kapitän nur wünschen.»

Eine Vorrunde mit Höhen und Tiefen hat der Trainer des FC Lindenberg, Nito Ferreiro, erlebt. Sein Hauptproblem war, dass das Personalkarussell bei den Bergstädtern verletzungs-, urlaubs- und berufsbedingt niemals stillgestanden ist. Ferreiro: «Wir haben es nicht geschafft, zweimal hintereinander dieselben elf Spieler aufs Feld schicken zu können.» Ferreiros Ziel bleibt aber nach wie vor der Aufstieg - entweder direkt oder über die Relegation.

Beeindruckt zeigt sich der FCL-Coach von den Leistungen von Florian Felder («er spielte eine super Vorrunde»), Jesse Hartinger, Michael Schiegg («er gibt immer Vollgas») und Benedikt Dotschkail («er sorgt in der Defensive für Ordnung»).

Das von ihm zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel (Platz 3 bis 6) sieht Florian Meffert nicht in Gefahr. Schließlich geht der Coach des SV Maierhöfen-Grünenbach mit einer Serie von sieben Spielen ohne Niederlage in die Winterpause und hat seit Oktober deutliche Fortschritte innerhalb aller Mannschaftsteile feststellen können: «Wir sind gerade so im Soll - nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn wir zuletzt stabiler geworden sind - in der Mannschaft schlummert noch viel mehr Potenzial», ist der Spielertrainer überzeugt. Als Erfolg wertet er zudem die erfolgreiche Einbindung von Felix Einsle, Adrian Kuhn und Christoph Wegmann in die erste Mannschaft.

Meffert: «Diese Spieler aus unserer eigenen Jugend sind immer wieder in der Ersten zum Einsatz gekommen und werden dort verstärkt eine Rolle spielen.»

Beim FC Scheidegg geht Trainer Sigi Koch enttäuscht in die Winterpause: «Ich bin unzufrieden, denn unser Soll wurde nicht erreicht. Wir haben nur streckenweise gezeigt, was wir draufhaben - die Konstanz hat aber gefehlt. Es nützt nichts, gegen Spitzenmannschaften gut auszusehen und zu punkten, aber bei Derbys und nicht so spielstarken Gegnern die Punkte liegen zu lassen.» Angesichts von nur fünf Zählern Rückstand auf den Tabellenzweiten sieht Koch allerdings keinen Anlass sein Saisonziel (Platz 1 bis 5) zu revidieren: «Da ist noch nix kaputt, aber es bedarf einer Kraftanstrengung.» Spieler wie Martin Sinz, Felipe dos Santos oder Lukas Hölzler haben laut Koch zwar einiges drauf, sind in ihren Leistungen aber noch zu schwankend.

 

Zeit zum Ausruhen und Durchschnaufen: Der TSV Heimenkirch (in Blau) und der FV Rot-Weiß Weiler II haben in der Kreisliga A nun Winterpause. Foto: Matthias Becker

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