Landesliga
FV Rot-Weiß Weiler lässt Großchancen aus und verliert daheim in letzter Minute mit 1:2 gegen den FV Biberach

Fassungslos sitzen die Spieler auf der Auswechselbank oder auf dem Rasen, ausgepumpt sind sie, keiner sagt ein Wort. Fußball ist manchmal ziemlich ungerecht. 45 Minuten lang hatten sie - nach einer zugegebenermaßen schwachen ersten Halbzeit - den Gegner dominiert und sich eine Handvoll bester Chancen erarbeitet. Doch am Ende jubelte nur der Gegner: In der 90. Minute kassierte der FV Rot-Weiß Weiler gestern Abend das 1:2 (1:1) gegen den FV Biberach und damit am 3. Spieltag der Landesliga Württemberg seine erste Heimniederlage.

Vor 180 Zuschauern verschliefen die Hausherren den Start zunächst regelrecht. Mehrmals in den Anfangsminuten durften die Biberacher aussichtsreich vor Weilers Torhüter Andreas Hane auftauchen, und so konnte der aufgerückte Außenverteidiger Arne Breuer mutterseelenallein zum 0:1 einschieben (10.). Trainer Werner Tangl schickte daraufhin alle sechs Ersatzspieler zum Aufwärmen. Zwar wurde das Spiel dadurch nicht besser, aber immerhin konnte Richard Koch mit einem flach getretenen Freistoß aus 18 Metern zum 1:1 ausgleichen (25.). Es war der erste richtig gute Torschuss der Rot-Weißen - aber es sollte nicht der letzte bleiben.

Denn nach dem Seitenwechsel übernahmen die Hausherren das Kommando und drückten auf das Führungstor. Der sonst treffsichere Klaus Schlachter vergab zweimal aus bester Position (51./62.), Marco Mayer und Rene Cientanni verpassten eine Hereingabe kurz vor dem leeren Tor (57.), Richard Koch zielte unbedrängt knapp daneben (81.) und der eingewechselte Matthias Stadelmann, der viel Schwung in die Partie brachte, scheiterte an Gästekeeper Thomas Deutsch (85.).

Und so kam es, wie es kommen musste. Die Gäste, deren Konter bis dahin fast allesamt noch zeitig abgefangen wurden, kombinierten sich rechts durch, Flanke, Kopfball des völlig ungedeckten Robert Henning - das 1:2 als später Todesstoß (90.).

Als «sehr unverdient» bezeichnete der verletzte Kapitän Alexander Dreier die erste Niederlage: «Aufgrund der guten zweiten Halbzeit wären wir auch mit einem Unentschieden nicht zufrieden gewesen.» (bes)

Richard Koch erhält vom zuvor gefoulten Rene Cientanni den entscheidenden Tipp vor seinem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:1 für Weiler. Foto: Matthias Becker

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