Jugendkart
Formel 1 wäre schon cool Ralf Hartmann (11) aus Opfenbach gibt in seiner Freizeit am liebsten Vollgas

Die Garage von Familie Hartmann lässt die Herzen der Motorsportfans höher schlagen. Rennmaschinen, wohin das Auge reicht. Vom kleinen Minibike über schwere Motorräder bis hin zu richtig getunten Rennautos. Mittendrin stehen zwei Karts, gekauft vor wenigen Wochen.

Das kleinere hat 200 ccm, 6,5 PS und fährt bis zu 70 km/h. Es ist das neue Gefährt von Ralf Hartmann. Das größere mit 300 ccm, 10 PS und 100 km/h in der Spitze darf er erst fahren, wenn er etwas älter ist, sagen seine Eltern Roman und Sonja. Aber auch das kleinere Kart reicht, um auf die Tube zu drücken.

Der Elfjährige hat seine erste Saison als aktiver Rennfahrer für den Lindauer AC hinter sich gebracht – und gleich mit einigen Spitzenplätzen auf sich aufmerksam gemacht. In der Wertungsklasse 2 hat er beispielsweise das Saison-Warm-Up in der Tiefgarage des Lindauparks gewonnen, ebenso das Rennen in Kaufbeuren.

Unterm Strich sprangen Platz 5 beim Schwäbisch-Alb-Pokal, Platz 8 bei der Allgäuer Jugendmeisterschaft und Platz 10 bei der Südbayerischen Meisterschaft heraus. Die Ergebnisse hätten sogar für die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft gereicht, doch leider sei bei der Anmeldung durch den Verein etwas schiefgelaufen, bedauert Vater Roman.

Der Traum vom eigenen Team

'Kartfahren macht Spaß, weil man so richtig Gas geben kann', sagt Ralf Hartmann, der die sechste Klasse der Realschule Lindenberg besucht. Ausschlaggebend war eine Ferienaktion 2010 des Lindauer AC, bei der er sich das erste Mal hinters Lenkrad gesetzt – und das Rennen gleich auf Anhieb gewonnen hat.

Seitdem gehören Helm, Handschuhe und Schutzjacke zu seiner Ausrüstung, wenn er durch den aus orangefarbenen Pylonen gesteckten Rundkurs flitzt. 'Einen Unfall habe ich noch nie gehabt', sagt der manchmal etwas schüchtern wirkende Opfenbacher, der gerne Akkordeon spielt.

Wird eine Pylone berührt, gibt das zwei Strafsekunden. 'Einmal habe ich gleich sieben Fehler gemacht', erinnert er sich.

Noch öfter schafft er es aber fehlerfrei – auch dank der Tipps von Papa Roman, der früher selbst Auto- und Motorradrennen gefahren ist und sein Benzin im Blut an den ältesten von drei Söhnen weitergegeben hat. Beim LAC trainiert er auch den Nachwuchs.

Einmal pro Woche feilen die jungen Kartfahrer in Lindau an Technik und Geschwindigkeit – im Sommer auf dem Parkplatz der Firma Metzeler, im Winter im Parkhaus des Lindauparks. Derzeit ist allerdings Winterpause. Erst am 1. April 2012 geht es wieder um Punkte.

Neben dem praktischen Training kuckt Ralf Hartmann natürlich auch seinen großen Vorbildern genau zu: Sebastian Vettel (Formel 1) und Dani Pedrosa (MotoGP). 'Wenn ich Zeit habe, dann schau ich mir die Rennen im Fernseher immer an. Einmal in der Formel 1 zu fahren, wäre schon cool', sagt er und bekommt ganz leuchtende Augen.

Ebenfalls präsent im Hause Hartmann ist der Traum von einem eigenen Kart-Team, also eine Art Rennstall. Doch das aufzubauen, kostet richtig Geld. Etwa 30 000 Euro wären dafür nötig, schätzt Roman Hartmann. Ohne Sponsoren sei das niemals möglich. Allein ein Kart kostet um die 3500 Euro – 'und nach oben sind keine Grenzen gesetzt', sagt der Opfenbacher.

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