Motorradsport
Erwartetes Lehrjahr

Für einen Vielstarter hatte Bernd Hiemer in der abgelaufenen Saison eher wenig zu tun: Der Leutkircher startete bei seiner Premiere in der spanischen Straßenmotorradmeisterschaft (Moto2) nur bei vier von sieben Rennen. Trotzdem sei es 'ganz gut gelaufen', meint der 28-Jährige vom AMC Kempten.

Denn diese Saison war von Anfang an als 'Lehrjahr' geplant, so der ehemalige WM-Pilot und Teamchef von Hiemers deutschen MZ-Rennstall, Martin Wimmer. Dabei fing es für den Leutkircher gut an, als er in der stärksten Serie Europas im ersten Rennen gleich punktete. Zudem genoss der frühere Supermoto-Pilot als zweimaliger Weltmeister, in Spanien bereits eine gewisse Popularität. Doch es folgte ein Sturz mit Verletzungsfolgen, weshalb er die nächsten Rennen verpasste. 'Die Verletzung warf mich weit zurück', erzählt Hiemer.

Aber die Saison hatte auch Höhepunkte. Zu diesen zählten die beiden Abschlussrennen in Spanien. Zunächst zeigte er nach technischen Problemen eine furiose Aufholjagd von Platz 30 auf den 15. Rang. Und schließlich raste er noch auf Platz neun. 'Da war sogar mehr drin', meint Hiemer. Nebenbei startete der 28-Jährige beim größten Supermoto-Rennen der Welt im belgischen Mettet, dass er 2005 gewonnen hatte. Diesmal belegte er unter 350 Teilnehmern im 'Dauerregen und einer Schlammpiste an der Grenze zum Fahrbaren' Rang 18.

Zudem gab er ein Gastspiel bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) auf dem Hockenheimring. Im ersten Rennen lag er auf Platz sieben, bis er mit technischem Defekt ausschied, das zweite beendete er auf Platz neun. Für 'etwas Rennpraxis', die Hiemer sammeln sollte, durchaus beeindruckend. Insofern ist für ihn und dem MZ-Team die Saison in Ordnung: 'Sie haben erkannt, dass ich mich gesteigert habe', so Hiemer.

Deshalb steht für die Teamchefs Wimmer und Ralf Waldmann (ebenfalls ein ehemaliger WM-Fahrer) fest, dass Hiemer nächstes Jahr wieder für MZ an den Start geht.

Zwei Varianten stehen dem Allgäuer offen: Teilnahme an der kompletten spanischen Meisterschaft oder aber an der IDM – in beiden Fällen will er auf jeden Fall in die Top Ten. Der Start in der IDM bietet aber auch eine Wildcard für die WM-Rennen auf dem Sachsenring: Dort würde Hiemer in der Moto2 fahren – in der Stefan Bradl (Zahling) heuer Weltmeister wurde. Langfristig soll das ohnehin eine Option sein. 'Aber momentan kommt eine ganze Saison in der WM für mich und das Team noch zu früh', so Hiemer. (fro)

Bernd Hiemer

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