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Blindenfußball-Bundesliga startet in Wangen in neue Saison

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Schließen Sie für einen Moment  die Augen und gehen Sie ein paar Schritte. Schnell werden Sie merken, wie schwer es ist, sich ohne Sehfähigkeit zu orientieren. Blind Fußball zu spielen, ist für uns unvorstellbar. Umso mehr Respekt müssen wir vor den Menschen haben, die blind Fußball spielen.

Seit 2008 gibt es in Deutschland die Blindenfußball-Bundesliga. Ausgerichtet wird die Liga durch die Sepp-Herberger-Stiftung, den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Während es in Ländern wie Spanien bereits seit mehr als 20 Jahren eine Liga gibt und in Brasilien Tausende von Zuschauern die Spiele verfolgen, muss sich der Blindenfußball bei uns erst noch etablieren. 

Am Samstag startete die Deutsche Blindenfußball-Bundesliga (DBFL) in Wangen in ihre elfte Saison. Insgesamt treten sieben Mannschaften an fünf Spieltagen gegeneinander an: Der Chemnitzer FC, Borussia Dortmund, MTV Stuttgart, SF BG Blista Marburg, FC Schalke 04, FC St. Pauli und FC Viktoria 1889 Berlin. Bei den ersten Begegnungen am Samstag verlor der Chemnitzer FC gegen Borussia Dortmund mit 0:2, Stuttgart und Marburg trennten sich mit einem 1:1 und Schalke besiegte St. Pauli mit 2:0. Am 25. August wird bei den Finals in Düsseldorf der neue Meister gekürt. Titelverteidiger ist der FC St. Pauli. 

Das Besondere an der Sportart: Die Fußballer spielen nach Gehör. In den Ball ist eine Rassel eingebaut, die den Spielern signalisiert, wo er sich gerade befindet. Außerdem spielen Orientierungssinn und Körperbeherrschung eine große Rolle. Die Regeln beim Blindenfußball unterscheiden sich natürlich vom Fußball, wie es die Meisten kennen. Eine Mannschaft besteht aus vier Feldspielern und einem Torwart. Statt 90 Minuten stehen die Spieler nur 40 Minuten auf dem Spielfeld. Um Zusammenstöße und Verletzungen zu vermeiden, muss jeder gegnerische Spieler, der sich dem ballführenden Spieler nähert das spanische Wort „Voy“ („Ich komme“) rufen. Bleibt der Ruf aus, wird dies als persönliches Foul geahndet. 

Auch für die Zuschauer gibt es Regeln: Damit die Spieler Anweisungen ihrer Trainer und Mitspieler und natürlich den Ball hören können, ist Anfeuern und Klatschen während des Spiels verboten. Nach einem Tor oder bei Spielunterbrechungen darf aber natürlich gejubelt und applaudiert werden.

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