Klettern
Allgäuer Kletterer erfüllen Erwartungen in Scheidegg nicht

Gut fürs Publikum, schlecht für die Allgäuer Sportler. So lässt sich der Kletterwettbewerb um die Bodensee-Trophy in der Kletterhalle in Scheidegg zusammenfassen. Während die rund 400 Zuschauer in der voll besetzten Halle einen spannenden Wettkampf zu sehen bekamen, mussten sich die Kletterer aus der Region mit vergleichsweise schlechten Platzierungen zufriedengeben.

So schied zum Beispiel die für den Kemptener Alpenverein startende Ines Dull unerwartet bereits in der zweiten Qualifikationsroute aus. Die erste Tour hatte sie noch top geklettert, aber dann flog sie bei einem nicht extrem schweren Blockierzug in der zweiten Route aus der Wand. «Schade, denn Ines Dull hätte aus deutscher Sicht noch am ehesten mit den internationalen Spitzenfrauen mithalten können», sagte Organisator Uli Theinert später. So blieb der Allgäuerin nur der undankbare vierte Platz beim deutschen Sportklettercup. In der Gesamtwertung der Bodensee-Trophy, an der auch Sportlerinnen aus der Schweiz und aus Österreich teilnahmen, wurde sie Elfte.

Wie groß der Unterschied zur Weltspitze ist, zeigte die Schweizer Weltcup-Kletterin Alexandra Eyer. «Sie tanzte noch ganz locker über Stellen, an denen die meisten anderen schon echte Probleme hatten», beschrieb Theinert das Können der späteren Gesamtsiegerin in der zwölf Meter überhängenden Wand. Diese erforderte eine extrem gute Ausdauer, weil es in den Wettkampfrouten keine flacheren Stellen gab - und damit auch keine Möglichkeit sich zwischenzeitlich ein wenig zu erholen.

Sprünge als Schmankerl

Während bei den Frauen nur zwei Deutsche das Finale der besten Acht erreichten, war das Verhältnis im Männerfinale genau umgekehrt: Nur zwei Österreicher konnten mit den starken deutschen Kletterern mithalten. Der 19-Jährige Jan Hojer aus Frankfurt sicherte sich souverän den Gesamtsieg.

Er zählt zu den «jungen Wilden» und war schon im Alter von 16 Jahren deutscher Meister bei den Erwachsenen.

Weil diese Nachwuchskletterer über extrem viel Kraft verfügen, war auch für die Zuschauer einiges geboten. So gab es als «Schmankerl» auch Sprünge von einem Griff zum nächsten, bei denen der Körper kurzzeitig gar keinen Kontakt zur Wand hatte. Entsprechend groß fiel das Lob für die Routenbauer und deren anspruchsvoll geschraubte Touren aus. Allgäuer Kletterer waren bei den Männern beim deutschen Sportklettercup nicht am Start.

Auch beim deutschen Jugendcup übten sich die Allgäuer in Zurückhaltung. Rühmliche Ausnahme war Patricia Holzmann von der Sektion Allgäu-Kempten. Sie erreichte in der Jugend B den sechsten Platz. In allen vier Klassen zusammen gingen beim deutschen Jugendcup über 100 Sportler am Start.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen