Eröffnung
Züge halten wieder in Heimenkirch

Gestern ist in Heimenkirch (Westallgäu) ein neuer Bahn-Haltepunkt eröffnet worden. Der Markt ist seit vielen Jahren die erste Gemeinde im Allgäu, die es geschafft hat, eine bereits aufgelassene Bahnhaltestelle wieder einzurichten. Etwa 1000 Menschen hießen den ersten Zug willkommen.

Seit 1985 können im Ort Heimenkirch, den alle Züge auf ihrem Weg von Lindau nach Kempten oder zurück durchfahren, keine Fahrgäste mehr ein- oder aussteigen. 1990 wurde trotz heftiger Proteste der Bevölkerung und des damaligen Bürgermeisters Rudi Janisch auch der Güterbahnhof geschlossen.

Dass jetzt in Heimenkirch wieder ein Bahnhalt eingerichtet wurde, ist letztlich eine Folge Neuorganisation der Bahn in Deutschland in den 1990er Jahren. Seither bestimmt nicht mehr die Bahn AG als Nachfolgerin der Deutschen Bundesbahn über die einzelnen Haltepunkte. Die Zuständigkeit wurde auf Länderebene verlagert. In Bayern hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft das Sagen. Diese richtet aufgrund von in Marktanalysen ermittelten Zahlen von Pendlern und Reisenden auch wieder Haltestellen ein.

Dass Heimenkirch im Jahr 2010 als einer von sieben Orten in Bayern eine Haltestelle bekommt, ist auch dem Engagement der Gemeinde zu verdanken. Sie hat 900000 Euro ausgegeben für einen Fußgängersteg über die Gleisanlage, Zufahrten zum Haltepunkt und Parkplatz-Anlagen. Hierfür mussten auch Gebäude aufgekauft und abgerissen werden - unter anderem der alte Bahnhof. Etwa 1,4 Millionen Euro hat die Bahn in Heimenkirch investiert. Sie baute zwei 170 Meter lange Bahnsteige, die mit Wartehäuschen, Sitzgelegenheiten, Informationstafeln und Fahrkartenautomat ausgestattet sind.

Minimum Zwei-Stunden-Takt

Nach dem neuen Winterfahrplan wird Heimenkirch mindestens im Zwei-Stunden-Takt von den Zügen der DB Regio bedient, in den Hauptverkehrszeiten an Werktagen kommen weitere Pendlerverbindungen dazu. Mit dem Allgäu-Express (ALEX) können Heimenkircher zu bestimmten Zeiten ohne umzusteigen nach München reisen. Umsteigefreie Verbindungen gibt es auch nach Lindau, Immenstadt, Kempten, Augsburg und Ulm.

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